Kampfstern Galactica
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Review Kampfstern Galactica 22 – Kriegsgefahr

Lesezeit circa: 8 Minuten

Wieder trifft Apollo auf die mysteriösen Lichtwesen. Diesmal haben sie jedoch einen Auftrag für ihn. Der Konflikt zwischen Terra und der Östlichen Allianz droht zur Auslöschung der ganzen Bevölkerung zu führen und Apollo soll dies verhindern.

Auf dem Weg nach Luna Sieben

Der Zerstörer der Östlichen Allianz ist weiter auf der Flucht. Apollo verfolgt ihn mit seiner Staffel in gebührendem Abstand. Da die Gefahr besteht, dass die Viper geortet werden, befiehlt Apollo den Piloten, sich strategisch um den Zerstörer herum zu positionieren, um so die Radarreichweite zu erhöhen. Plötzlich vernimmt er einen kreischenden Ton und wird in das riesige leuchtende Kristallschiff hineingezogen. Boomer fällt auf, dass Apollo verschwunden ist, und er ruft Starbuck zu sich.

Als Apollo wieder zu sich kommt, befindet er sich auf einer weißen Liege in einer weitläufigen Halle umringt von maskierten glitzernden Wesen. Wieder hat seine Uniform die Farbe Weiß angenommen. Zunächst gibt es niemanden, der ihm seine Fragen beantwortet. Mit einem Mal erscheint ein ebenfalls weißgekleideter Mann mit menschlichem Antlitz, der sich als John vorstellt. Er beauftragt Apollo, einen Krieg zu verhindern. Leider haben die Wesen außerhalb ihres Schiffes keinen materiellen Körper, sie bestehen aus reinem Verstand. Daher ist es John nicht möglich, selbst auf einem Planeten zu interagieren. So wird Apollo nach Terra geschickt. Dort erscheint er in der Gestalt eines Colonel Charlie Watts, der sich in Gefangenschaft auf Lunar Eins befindet. Allerdings ist dieser wohl ein ziemlicher Schuft.

Terra

Mit einem Mal empfangen Boomer und Starbuck wieder Apollos Signal, allerdings so weit entfernt, dass er mit seiner Tankladung nicht mehr zurückfliegen könnte. Starbuck beschließt, ihm zu folgen und Boomer führt den ursprünglichen Befehl der Verfolgung des geflohenen Zerstörers aus.

Mittlerweile ist Apollo auf dem Planeten Terra gelandet und macht sich zu Fuß auf den Weg in die nächstgelegene Stadt. Er läuft fast vor ein Fahrzeug, das von Brenda geführt wird. Sie wirkt erfreut, ihn zu sehen. Sie hatte einen Telefonanruf von Charlie, ihrem Exfreund erhalten, dass sie ihn abholen soll, weil er mit seinem Flugzeug abgestürzt ist. Apollo weiß natürlich nichts von einem Anruf und kennt Brenda auch nicht. Sein seltsames Verhalten beunruhigt Brenda und sie möchte ihn zuerst in ein Krankenhaus bringen, was von ihm natürlich abgelehnt wird. So fahren sie gemeinsam in Brendas Wohnung.

Nachdem sich Charlie in Brendas Augen weiterhin auffällig verhält, zieht sie sich zurück, um sich umzuziehen und ruft heimlich im Präsidium an. Es wird sofort ein Team losgeschickt. In der Zwischenzeit erscheint John und drängt Apollo, in seiner Rolle zu bleiben. Mit Charlies Identität kann er bis zum Präsidenten vordringen und das Anliegen der Versöhnung vorbringen. Brenda kehrt zurück und sieht, wie Charlie Selbstgespräche führt. Apollo ist ein guter Beobachter und bemerkt eine Fotographie eines älteren Mannes. Brenda reagiert emotional und erzählt ihm, dass es ihr Vater ist, der ebenfalls als verschollen gilt. Dasselbe hatte sie ja auch von Charlie gedacht.

Als es klingelt, betreten zwei Soldaten die Wohnung und nehmen Apollo in Gewahrsam. Im Präsidium wird er untersucht. Es fehlt ihm nichts und er wird für gesund befunden. Jedoch soll er zunächst noch zur Beobachtung vor Ort bleiben. Letztendlich endet er jedoch in einer durch ein Kraftfeld gesicherten Gefängniszelle. Ihm gegenüber sitzt ein weiterer Mann ein, der ihn interessiert beobachtet.

Der Präsident wird von einem Stabsmitglied über Charlie Watts´ offensichtliche Flucht von Lunar Eins informiert. Der Präsident ist überrascht, da Lunar Eins durch einen Angriff zerstört wurde. Er befürchtet, dass, wenn dies dem Präsidium bekannt wird, nur eine militärische Reaktion folgen kann. Er hat bereits heimlich ein Friedensabkommen mit der Östlichen Allianz geschlossen. Auf die Frage, wer alles von Charlies Rückkehr weiß, lautet die Antwort: Brenda. So erteilt er den Befehl, diese auszuschalten.

Starbuck greift ein

Auf der Galactica ist Apollos Viper-Signal ebenfalls bemerkt worden. Adama entscheidet zur Überraschung Tighs, mit dem Kampfstern die Flotte zu verlassen und nach Terra zu fliegen. Die zivile Flotte wird mit zwei Kampfstaffeln gesichert. Seit einer sehr langen Zeit ist der Kampfstern Galactica wieder mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs.

Es läutet erneut an Brendas Tür. Diesmal ist es ihr Vater, der überraschend zurückkehrt. Brenda erzählt ihm von Charlie. Er ist entsetzt, dass dieser festgesetzt wurde. Er erzählt Brenda daraufhin, dass er auf einer geheimen Mission im Auftrag des Präsidiums war. Das Militär vermutet, dass der Präsident geheime Gespräche mit der Östlichen Allianz geführt hat und bereit ist, die Satellitenplaneten Terras aufzugeben. Das kann Brenda kaum glauben.

Starbuck landet auf Terra, nicht weit von Apollos Viper entfernt. Dort angekommen, hört er Apollos aufgezeichnete Nachricht ab. Bevor er sich jedoch auch auf den Weg Richtung Stadt machen kann, wird er von Suchtrupps überrascht. Es geling ihm zunächst, sich zu verstecken. Allerdings gibt es kein Entkommen. So sieht er sich schnell neun Soldaten gegenüber. Diese haben aber keine Chance gegen seine Laserkanone. Er betäubt sie und zerstört ihre Fluggeräte. Anschließend folgt er weiter Apollos Signal und kommt schließlich vor dem Präsidiumsgebäude an. Wenn Charlie wirklich von Lunar Eins kommt, könnte er bezeugen, was genau auf Lunar Eins passiert ist. Doch wieder stehen zwei Soldaten vor der Tür und nehmen diesmal Brenda und ihren Vater fest. Die beiden werden in die beiden bereits belegten Zellen gebracht, Brenda zu Apollo bzw. Charlie und ihr Vater zu Stone, einem anderen Militärangehörigen, der gegen den Präsidenten opponiert hat.

Im Präsidium

Starbuck verfolgt weiter Apollos Signal und steht schließlich auch vor dem Gebäude des Präsidiums. Plötzlich steht John vor ihm. Zuerst kann Starbuck ihn nicht sehen, doch als John seine Schulter berührt, wird seine Uniform weiß und er kann ihn wahrnehmen. John bringt Starbuck auf den aktuellen Stand. Als dieser loslaufen will, um ihn zu befreien, möchte John ihn zunächst aufhalten, lässt ihn dann jedoch gewähren. Mit Blick Richtung Himmel rechtfertigt er sein Zögern damit, dass Starbuck nicht aufzuhalten ist.

Schnell gelingt es Starbuck, zwei Wärter zu überwältigen. Apollos Kommunikator befindet sich im wissenschaftlichen Labor. Der Doktor und die Wächter bringen ihn zu den Arrestzellen, wo er die Gefangenen befreit und die Wärter einsperrt.

Da Brendas Vater den Präsidenten gut kennt, hat er einen Gesprächstermin in einer Stunde vereinbart. Wieder taucht John kurzfristig auf und erklärt den beiden Kriegern, dass die Östliche Allianz ihren Angriff bereits gestartet hat.

Starbuck lässt sich daraufhin von Brenda zu seiner Viper fahren, um die Galactica über die aktuelle Situation zu informieren. Brendas Vater, General Maxwell, bringt Apollo zum Präsidenten, der gerade vor der Versammlung des gesamten Präsidiums spricht. Der Präsident hat einen unterschriebenen Friedensvertrag in petto. Maxwell überzeugt ihn, Apollo sprechen zu lassen. Dieser hält eine emotionale Rede über das, was in den Kolonien passiert ist, dass auch dort ein Friedensabkommen nur eine Falle war.

In der Zwischenzeit konnte Maxwell dem Präsidenten deutlich machen, dass die Östliche Allianz den Angriff bereits gestartet hat. Darauf kann es natürlich nur eine Antwort geben. So startet auch Terra ihre strategischen Atomwaffen. Apollo ist verzweifelt und hofft, dass Starbuck, der nicht mehr über Funk erreichbar ist, die Galactica kontaktieren konnte.

Feuerwerk im All

Brenda fährt mit Starbuck lange durch die Gegend. Sie kann sich nicht mehr gut erinnern, wo genau sie Charlie bzw. Apollo aufgesammelt hat. Nach über einer halben Stunde kommen sie endlich ans Ziel. Starbuck startet ins All und ruft die Galactica. Zu seiner Überraschung ist diese bereits kurz vor Terra. Schnell bringt er Adama auf den letzten Stand. Die Galactica zerstört in einem großartigen Feuerwerk mit ihren Lasern sowohl die Raketen der Östlichen Allianz wie auch die Waffen, die von Terra aus starten.

Die Generäle der Östlichen Allianz werden von der Nachricht überrascht, dass keine der Raketen ihr Ziel erreicht hat. Sie sind geschockt. Die einzige Möglichkeit, die sich ihnen logisch erschließt, ist die Tatsache, dass auf Terra neue Abwehrtechnologie vorhanden sein muss, und lässt sie entsetzt zurück. Wer weiß, was auf Terra dann für Angriffswaffen entwickelt worden sind?

Die Entscheidung ist schnell gefallen. Das Präsidium auf Terra wird kontaktiert und ein bedingungsloser Frieden angeboten. Auf Nachfrage des Präsidenten bleibt Apollo zurückhaltend. Er hofft, dass zu einem späteren Zeitpunkt Beziehungen zwischen den Kolonien und Terra aufgenommen werden können.

Bevor er sich verabschiedet, fragt Apollo John nach der Erde. Dieser erklärt ihm schließlich, dass Terra nicht die Erde ist. Die Reise der Galactica und der zivilen Flotte ist noch nicht zu Ende.

Fazit

In dieser Folge hat John de Lancie (Q aus Star Trek) eine kleine Nebenrolle. Er ist einer der Soldaten, die Starbuck an Apollos Viper festnehmen wollen. Die Folge ist im Prinzip eine Metapher zum Kalten Krieg, aber auch das Spannungsverhältnis der Autorität, das sich durch die gesamte Folge zieht, wird wieder aufgegriffen. Hier ist es der Präsident, der hinter dem Rücken des Präsidiums eine eigenmächtige Entscheidung herbeiführen will. Im Vergleich dazu steht Adama während der gesamten Staffel gegen den naiven Rat der Zwölf.

 

Warpscore

Warpscore
7 10 0 1
7/10
Total Score

Positiv

  • gelungene Metapher auf den kalten Krieg
  • Handlungsbogen Militär gegen zivile Regierung durch die ganze Staffel konstant

Negativ

  • kleine vernachlässigbare Logikfehler
Melanie Frankl

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