Doom Patrol
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Review: Doom Patrol 14 – Penultimate Patrol

Lesezeit circa: 4 Minuten

Penultimate Patrol ist die vorletzte Episode der ersten Staffel.

Überraschung!

Die Doom Patrol steht kurz davor, den Aufenthaltsort von Chief Caulder und Mr. Nobody zu finden. Doch dafür brauchen sie Hilfe. Und die könnte ihnen Danny die Straße bieten.

Doch er/sie ist am Zögern, weil er/sie Angst vor Mr. Nobody hat. Erst Flex Mentallo (Devan Chandler Long) kann sie/ihn dazu bringen, der Doom Patrol zu helfen. Womit die Probleme allerdings erst so richtig anfangen.

Es geht in Richtung Finale. Penultimate Patrol ist die vorletzte Folge, wo noch einmal einiges geschieht. Darunter auch so manch Überraschendes.

Wiedersehen und kein Wiedersehen

Doch der Reihe nach. Die Episode beginnt mit einem überraschenden Rückblick auf die Vergangenheit von Mr. Nobody, was auch gleichzeitig ein nettes Easteregg auf die Welt der Comics beinhaltet. Denn es werden die Namen von The Brain und der Bruderschaft des Bösen fallen gelassen, die bereits vor der Grant-Morrison-Ära bekannte DC-Schurken waren. Schade, dass es außer der Namensnennung zu nichts anderem kam. Aber vielleicht kommt da später noch mehr. In jedem Fall sieht man hier, wie die Saat für die spätere Entstehung von Mr. Nobody gelegt wurde.

Danach knüpft Penultimate Patrol direkt an das Ende von der letzten Folge, Flex Patrol, an. Man sieht, wie die Doom Patrol endlich einen entscheidenden Schritt weiter bei ihrer Suche nach Chief Caulder und Mr. Nobody ist. Was schließlich zu einem freudigen Wiedersehen mit Danny der Straße aus Danny Patrol führt.

Schade übrigens, dass es hier nicht ebenso ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Agenten Morris Wilson gab. Man hätte zu gerne gesehen, ob und inwieweit er weiterhin Danny helfen konnte. Vermutlich konnte dies wegen zeitlicher Unpässlichkeit des Darstellers nicht geschehen, aber dennoch fühlt es sich wie eine verpasste Chance an.

Ein wahrer Held widersteht!

In jedem Fall macht Penultimate Patrol endlich den entsprechend großen Schritt und man lernt, wo sich Mr. Nobody die ganze Zeit aufhält. Doch der Weg dorthin wird nochmal für einen eher grenzwertigen Scherz genutzt, der etwas zu lange dauert. Immerhin wird so einmal mehr die Macht von Flex Mentallo gezeigt, der durch einen falschen Muskel Reaktionen bei den anderen auslöst, die ihnen allen und auch dem Zuschauer peinlich sind.

Die Erklärung, wo sich Mr. Nobody aufhält, ist übrigens eine wunderbare Hommage an die wundervolle Welt der Comics. Es ist auch eine Erläuterung, die perfekt zu der Serie passt, die sich ihrer Wurzeln nie geschämt hat, sondern sich wiederholt klar und deutlich zu ihnen bekannt hat.

Doch ehe es in Penultimate Patrol zur finalen Konfrontation mit Mr. Nobody kommt, muss die Doom Patrol noch dem Versprechen eines heilen Lebens widerstehen. Dies ist auch gleichzeitig der schwächste Part der ganzen Episode. Zu sehen, wie sie alle zunächst verwirrt sind und anschließend auf Grund ihrer Erfahrungen, die sie in der bisherigen Season gemacht haben, sich der Verlockung widersetzen, das ist dann doch zu klischeehaft. Es passt auch nicht so recht zur Serie, die ja wiederholt ausgetretene Plots vermieden hat.

Alles wird anders

Das Einzige, was in diesen Szenen wirklich stimmt, ist die schauspielerische Darbietung von Diane Guerrero. Sie hat ja bereits zuvor hervorragende Arbeit abgeliefert. Aber dieses Mal übertrifft sie sich selbst. Wie sie den Streit ihrer Persönlichkeiten darstellt, nahezu ohne Effekte, toppt alles. Definitiv ein Highlight dieser Episode.

Natürlich wird Cyborg nicht vergessen. Auch wenn er im Verhältnis nicht so viele Szenen erhält, sind diese von großer Bedeutung für seine Entwicklung. Im Prinzip durchlebt er das, was seine Teamkollegen schon durchgemacht haben. Er erfährt Furchtbares und wächst daran. Wodurch es ihm irgendwie möglich ist, seinen Kollegen in den weißen Raum nachzufolgen.

Der Rest der Folge ist gut. Auch hier bekennt man wieder sich zu den Comicwurzeln, weil man unter anderem bei einigen Charakteren comicakurate Kostüme sieht. Das ist allerdings nur ein nettes Bonusschmankerl, aber nichts wirklich Relevantes, denn am Ende dienen diese Momente nur dazu, zu einer großen Enthüllung zu führen, die quasi alles auf den Kopf stellt.

Es ist auch die Abschlussszene, die dafür sorgt, dass man auf das Staffelffinale gespannt ist. Denn diese Penultimate Patrol-Folge ist zwar nett, kann aber nicht völlig überzeugen.

Warpskala

Warpskala
7 10 0 1
7/10
Total Score

Positiv

  • Starke Abschlussszene
  • Diane Guerreros Darstellerische Leistung
  • Deutliches Bekenntniss zu den Comicwurzeln

Negativ

  • Peinliche Szene mit Flex Mentallo
  • Klischeehafte Widerstehung der Verlockungen
Götz Piesbergen
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