Review: Star Trek – Corps of Engineers 18: Fundamente 2

Lesezeit circa: 5 Minuten

Mit Fundamente 2 wird sich erneut der Vergangenheit des Ingenieurscorps der Sternenflotte gewidmet.

Dasselbe Problem wie auch beim letzten Mal

Die Rettungsaktion des fremden Schiffes geht weiter. Doch dann stößt die Crew der U.S.S. DaVinci auf einige interessante Fakten. Ehe sie allerdings damit etwas anfangen kann, beginnt die Operation, gewaltig schiefzulaufen.

In der Vergangenheit begleitet Montgomery Scott erneut das damalige Ingenieurscorps auf eine Mission. Dieses Mal macht er sich mit ihnen auf den Weg nach Beta III, der Welt, wo einst James T. Kirk den Computer Landru davon überzeugen konnte, sich abzuschalten. Doch er hinterließ einen Planeten im Chaos, wo noch viel Aufbauarbeit geleistet werden muss. Und es besteht immer noch die Gefahr, dass Landru zurückkehrt…

Im Prinzip kann ich an dieser Stelle nur meine Kritik von Fundamente 1 wiederholen. Erneut schreiben Dayton Ward und Kevin Dilmore einen, für Star Trek – Corps of Engineers-Verhältnisse langen Roman. Dieses Mal beträgt der Umfang 212 Seiten. Und wieder gibt es zwei Handlungsebenen, eine Gegenwarts- und eine Vergangensheitsebene. Und wieder muss man leider sagen, dass beide ungleich behandelt werden, weshalb die Gegenwart enttäuscht.

Etwas ist abhanden gekommen

Der Hauptfokus des Romans liegt natürlich auf den Ereignissen der Vergangenheit. Und es ist hier, wo Fundamente 2 überzeugen kann. Zunächst ein Mal ist der Handlungszeitpunkt zur Zeit der originalen Serie platziert, etwas nach Landru und die Ewigkeit. Das heißt, dass man hier einen Montgomery Scott hat, der bereits erste Erfahrungen als Chefingenieur an Bord der Enterprise hat und auch weiß, zu was sein Captain Kirk fähig ist.

Und zum anderen wird hier etwas thematisiert, was in den normalen Trek-Serien nur äußerst spärlich zur Sprache kommt. Nämlich was mit den Welten geschieht, nachdem sie von Kirk und Co. befreit worden sind. In diesem Fall besucht man also Beta III wieder und erlebt einen Planeten, dessen Bewohner eines zentralen Lebensmittelpunktes beraubt worden sind.

Was Dayton Ward und Kevin Dilmore wunderbar in Fundamente 2 klar machen ist, dass Landru für die Betaner mehr war als ein bloßer Computer. Er war ihr ein und alles, der große Fürsorger, derjenige, der quasi allgegenwärtig war, ein wichtiger Sinn. Seine Abwesenheit ist für sie desorientierend. Weshalb es für sie ein großer Segen ist, als er zurückkehrt.

Spannung wird klein gehalten

Das Schöne an diesem Roman ist dabei nicht nur die Einfühlsamkeit, mit der die beiden Autoren die Verhältnisse auf Beta III darstellen. Sondern ebenso, wie sie die Rückkehr des Computers logisch vorbereiten. Und gleichzeitig auch zeigen, wie weit das Sterneningenieurscorps der Föderation seit Fundamente 1 gekommen ist.

Natürlich gibt es in Fundamente 2 ein Wiedersehen mit Mahmud al-Khaled, der geradezu repräsentiert, wie der Fortschritt war. Es fehlt zwar immer noch einiges im Vergleich zur aktuellen Handlungszeit. Doch gleichzeitig ist eine deutliche Weiterentwicklung bemerkbar, dies zeigt, wie viel sich seit damals geändert hat und zwar zum Positiven hin.

Doch dann ist da das Problem mit der Gegenwartsebene. Die große Schwierigkeit ist ausgerechnet, dass sie anfängt, interessant und spannend zu werden, nur um anschließend aus dem Fokus genommen zu werden. Jegliche Spannungsentwicklung wird dadurch klein gehalten, dass der Hauptfokus des Romans eben auf der Vergangenheit liegt, auf den damaligen Geschehnissen und nicht auf den aktuellen.

Besser auf Handlung verzichten

Die noch dazu sehr ungelenk eingebettet werden. Denn noch immer ist das große Manko von Fundamente 2, dass dieses Gespräch zwischen David Gold und Montgomery Scott forciert wirkt. Es fühlt sich einfach komplett falsch an, dass der Captain der DaVinci in aller Seelenruhe einen Plausch mit seinem Vorgesetzten hält, derweil seine Leute sich auf einem Außeneinsatz befinden!

Es wäre insgesamt besser gewesen, wenn die Geschichte sich komplett auf die Entwicklung des Sterneningenieurscorps fokussiert hätte und dabei die Gegenwartshandlung weggelassen hätte.

Bewertung 09/15

Autor: Dayton Ward, Kevin Dilmore
Titel: Star Trek – Corps of Engineers 18: Fundamente 2
Originaltitel: Star Trek – Corps of Engineers: Foundations, Book 2
Übersetzer: Susanne Picard
Verlag: Cross Cult
Erschienen: 01/2016
Einband: eBook
Seiten: 213
ISBN: 978-3-86425-717-9
Sonstige Informationen:
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Götz Piesbergen
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