[Space: 2063 04] Das schwarze Loch

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Mit Das schwarze Loch, in der Originalfassung nach der zentralen Figur Raymond T. Butts (Steve Rankin ) schlicht Butts genannt, lief in der Serie Space: 2063 die erste kleinere Charakterfolge.

Die Effekte rund um das schwarze Loch können sich trotzdem sehen lassen. Space war in den USA im Herbst vor 25 Jahren im Fernsehen gestartet.

Zur Handlung

Ein einzelner Jäger dockt am Trägerschiff USS Saratoga an. An Bord: der kampferfahrene, aber ausgebrannte Colonel Ray Butts (Steve Rankin). Butts überreicht Lieutenant-Colonel McQueen (James Morrison) einen Befehl, der besagt, dass er das Kommando über die 58ste Staffel übernimmt. Er braucht die Wild Cards für einen Einsatz auf einer Welt in der Nähe eines schwarzen Lochs. Für seine neuen Untergebenen scheint Butts nur Verachtung übrig zu haben. Er provoziert sie so sehr, dass sie sich schließlich gemeinsam auf ihn stürzen, nur um ihnen zu zeigen, dass er damit mühelos fertig wird. In einem Einzelkampftraining demonstriert Butts ebenfalls seine Überlegenheit, indem er die Wild Cards in kürzester Zeit ausschaltet. Jeden Versuch, mit ihm ins Gespräch zu kommen, blockt Butts ab. Alles, was ihn zu interessieren scheint, sind eine Flasche Whisky und der Johnny-Cash-Song I walk the line, den er ununterbrochen hört.

Space: 2063 Das schwarze Loch

Als die Wild Cards aufbrechen, gibt McQueen Butts die Drohung mit auf den Weg, ihn zur Rechenschaft zu ziehen, sollte seinen Leuten durch dessen Schuld etwas zustoßen.

Am Zielort angelangt, kommen die Wild Cards hinter Butts Geheimnis. Der Colonel entkam als einziger seiner Einheit einem Angriff der Chigs. Er hatte seine Leute allein gelassen und sie wurden niedergemetzelt. Nun ist er zurückgekehrt, um seine Kameraden zu begraben und deren Hammerhead-Jäger in Sicherheit bringen zu lassen.

Als die Wild Cards gemeinsam mit Butts starten, werden sie von feindlichen Jägern angegriffen. Colonel Butts fliegt einen Abfangkurs in den nahen Bereich des schwarzen Lochs und kann so die 58ste Staffel retten. Er selbst kann der Anziehungskraft des schwarzen Lochs aber nicht mehr entkommen.

Interessante Details der Folge Das schwarze Loch

Der zentrale Song der Folge I walk the line von Johnny Cash war dessen erster Nummer-1-Hit. Später nahm er ihn unter anderem nochmals für die Alben At Folsom Prison und At San Quentin auf. Kurz sind in der Folge auch Auszüge aus den Johnny-Cash-Songs So Doggone Lonesome und Ring Of Fire zu hören.

Der Sektor mit dem schwarzen Loch nennt sich „Zerberus“ oder „Das Land am Rande der Zeit“. Christopher Nolans Kinofilm Interstellar spielt gekonnt mit der Relativität der Zeit in der Nähe eines schwarzen Lochs. Je näher die Protagonisten hier dem schwarzen Loch kommen, desto schneller vergeht ihre Zeit im Bezug zu jenen, die weiter vom schwarzen Loch entfernt sind. Die Idee, dass von der Schwerkraft des eines schwarzen Lochs die Zeit beeinflusst wird, taucht auch in Michael Crichtons Buch Sphere auf (und in der gleichnamigen Verfilmung). Die Space-Folge geht auf dieses theoretische Phänomen aber nicht direkt ein. Beim Blick ins Fremdwörterbuch steht hinter „Zerberus“, dem Namen des schwarzen Lochs „(gr./lat.) Höllenhund; Wächter“.

Paul Wang (Joel de la Fuente) sieht sich die Aufzeichnung einer Aufführung von Shakespeares McBeth an. Die Fechtszenen sind zensiert. Butts Kommentar dazu: „Ihr wisst genau, dass dieser Schund verboten ist.“ Ups! Shakespeare und Schund? Wenn das ein Literaturkritiker zu hören bekommt.

Der Zielplanet des Einsatzes hat die Bezeichnung 2063F.

Wie schon in der Folge In der Höhle des Löwen wird erwähnt, dass die Chigs Angst vor ihren Toten haben. Auch die Toten der Menschen sind ihnen unheimlich. Den toten Marines entfernten sie die Augen und das Herz. Einer der getöteten Marines aus Butts Einheit heißt Robert Grant.

Als sich Cooper Hawkes (Rodney Rowland) vor dem Start von den anderen verabschiedet, spricht er davon, schon sechs Jahre auf der Welt zu sein. Demnach wäre er schon 2057 geboren. In der Folge Meuterei ergibt sich dagegen das Geburtsjahr 2058. Aber vielleicht rundet er mit den sechs Jahren nach auch nur großzügig auf.

Das schwarze Loch im Zerberus-Sektor hat die 20fache Masse unserer Sonne. Nähert sich ihm ein Hammerhead um mehr als eine halbe Million Kilometer, ist er verloren. Dagegen verfügen die Chigs über spezielle Jäger, die durch den Sog fliegen können. Eine halbe Million Kilometer Nähe erscheint bei einer solchen Masse schon VERDAMMT nah.

Butts hat den Funk-Code Pik 2.

In der Offiziersmesse gibt es für besondere Anlässe verchromte Teller. In der letzten Szene gibt es – Ray Butts zu Ehren – Pfannkuchen. Diese beziehen sich auf einen trockenen Ausspruch von Butts: „Leichter als Pfannkuchen essen!“

Space: 2063 Das schwarze Loch

Interessantes für den Filmfan

Es gibt einen Kinofilm, der im deutschsprachigen Raum, wie diese Folge, den Titel Das schwarze Loch trägt. Es ist ein von Disney produzierter Science-Fiction-Film von 1979 mit Maximilian Schell und Anthony Perkins. Viele Effekte in diesem Film – wie Flammen aus den Triebwerken und Laserstrahlen – sind handgemalt. Die Musik stammt vom langjährigen James-Bond-Komponisten John Barry. Regisseur des Films ist Gary Nelson, der auch das Indiana-Jones-Imitat Quatermain And The Lost City Of Gold mit Richard Champerlain inszeniert hat.

Countrysänger Johnny Cash, von dem in dieser Folge mehrere Songs zu hören sind, hat auch als Schauspieler gearbeitet. Einen seiner bekanntesten Auftritte hat er in dem Fernsehkrimi Schwanengesang mit Glasauge Inspektor Columbo. Hier spielt Cash einen Sänger, der einen Flugzeugabsturz fingiert.

Die verwackelte Großaufnahme von Ray Butts Gesicht, als er sich dem Schlund des schwarzen Lochs nähert, erinnert an vergleichbare Großaufnahmen aus dem SF-Klassiker 2001: Odyssee im Weltraum. Hier gibt es ähnliche Einstellungen von Astronaut Bowman, der sich gegen Ende des Films in seiner Kapsel dem geheimnisvollen Monolyth nähert.

Trickspezialist Tim McHugh über die Schießkünste der Chigs: „Wir setzen eine große Science-Fiction-Tradition in unserem Universum fort. Die Aliens sind ziemlich lausige Schützen. Sie haben die Technologie, das Universum zu vernichten, aber wenn du zehn Fuß hinter oder vor ihnen bist, können sie dich nicht treffen. Dann schießen sie immer vorbei. Uns hat das nicht gefallen, aber dann haben wir uns Star Wars angesehen, und dort sind die bösen Jungs ebenfalls lausige Schützen. Also dachten wir, ist das okay.“


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Eric Zerm

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