Spotlight: Louise Fletcher

Lesezeit circa: 5 Minuten

Louise Flechter konnte vor allem als Antagonistin überzeugen.

Kein stummer Beginn

Estelle Louise Fletcher kam am 22. Juli 1934 zur Welt. Das Besondere an ihrer Familie war, dass ihre Eltern beide taub waren. Sie war das zweite von insgesamt vier Kindern, die im Gegensatz zu den Eltern hören konnten.

Es war ihre Tante, die Louise Fletcher und ihren Geschwistern das Sprechen beibrachte. Und die in ihr die Liebe zur Schauspielerei erweckte. Louise Fletcher studierte an der University of North California. Nachdem sie mit dem Studium fertig war, reiste sie mit ihren Mitbewohnern nach Westen. Sie standete in Los Angeles, da sie kein Geld für eine Rückreise hatte, weshalb sie einen Job als Rezeptionistin annahm und in der Nacht Schauspielunterricht nahm.

Mit der Konsequenz, dass sie 1958 in einer Folge der Anthologie Flight ihr Schauspieldebüt gab. Ein Jahr darauf war sie in der Western-Serie Maverick in einer Episode zu Gast. Gleich zwei Mal konnte man sie von 1959 bis 1960 in Wagon Train sehen, allerdings in jeweils unterschiedlichen Rollen. Dasselbe geschah auch in der Krimiserie Perry Mason, wo sie ebenfalls zwei Mal verschiedene Charaktere darstellte. 1963 hatte sie dann ihren vorerst letzten Auftritt in dem romantischen Kriegsdrama Der Kommodore.

Ein grandioser Neustart

Der Grund, wieso Louise Fletcher erstmal mit ihrer Schauspielkarriere aufhörte, lag darin, dass sie seit 1960 mit dem Produzenten Jerry Bick verheiratet war. Das Paar bekam 1961 und 1962 zwei Söhne, die sie groß zog. 1973 fing sie wieder mit der Schauspielerei an, als sie in einer Folge von Medical Centre auftrat. Ihre Ehe wurde übrigens 1977 geschieden.

1975 hatte sie dann ihre große Rolle. In Einer flog übers Kuckucksnest stellte sie die kaltherzige Krankenschwester Ratched dar. Der Lohn dieser Arbeit waren viele Auszeichnungen, wie ein Academy Award als Best Actress, den BAFTA Award als Best Actress in a Leading Role oder der Golden Globe Award für Best Performance by an Actress in a Motion Picture — Drama. Sie ist damit eine von 11 Schauspielerinnen, die den Academy Award erhielten; der Film, in dem sie auftrat, bekam den Academy Award für den besten Film.

1977 spielte sie in Exorzist II – Der Ketzer eine der Hauptrollen als Dr. Gene Tuskin. Ebenfalls wirkten übrigens Max von Sydow und James Earl Jones mit. 1979 war sie Hauptdarstellerin in dem Drama Der Magier. 1984 war Louise Fletcher Teil der Stephen-King-Verfilmung Der Feuerteufel. Das war übrigens der Film, in dem eine junge Drew Barrymore die Hauptrolle hatte. Louise Fletcher blieb dem Horror-Genre auch zwei Jahre später treu, als sie in Invasion vom Mars auftrat.

Louise Fletcher

Eine großartige Gegenspielerin

Dass sie auch anders konnte, bewies sie 1988 in dem romantischen Drama Two Moon Junction – Fesseln der Leidenschaft. Gleichzeitig konnte man sie in dem Martial-Arts-Film Karate Tiger 4 – Best of the Best als Mrs. Grady sehen. 1990 war sie eine der Hauptdarsteller in dem Horrorfilm Nightmare- Hotel des Grauen.

1992 wirkte Louise Fletcher wieder in einer Fernsehserie mit. In der Western-Serie The Boys of Twilight war sie Teil des Maincasts, wobei diese Reihe nach nur fünf Episoden eingestellt wurde. Ihre nächste große Rolle war die als Kai Winn in Star Trek – Deep Space Nine. Von 1993 bis 1999 stellte sie das intrigante und egozentrische religiöse Oberhaupt der Bajoraner dar. Ein exzellenter Konterpart zu der Besatzung der titelgebenden Raumstation. Für diese Rolle gewann sie auch mehrere Male den Online Film & Television Association Award in verschiedenen Kategorien.

1995 spielte sie in dem SciFi-Film Virtuosity mit, wo Denzel Washington und Russel Crowe die Hauptrolle innehatten. Für zwei Folgen war sie Gastdarstellerin in der Serie Picket Fences: Tatort Gartenzaun. Das ist insofern erwähnenswert, als sie für ihre Rolle für einen Primetime Emmy Award nominiert wurde. Von 1995 bis 1997 war sie mehrere Male Gaststar in der SciFi-Serie VR.5.

Im neuen Jahrtausend war eine ihrer ersten Filme 2001 das Krimidrama Interview mit einem Serienkiller, wo sie als Judge Erica Robertson in einer Nebenrolle auftrat. 2005 war sie für drei Folgen in der Ärztedramaserie Emergency Room: Die Notaufnahme Roberta „Birdie“ Chadwick. Auch in der Kultserie Heroes hatte Louise Fletcher 2009 zwei Auftritte. Und von 2011 bis 2012 wirkte sie in Shameless: Nicht ganz nüchtern vier Mal mit. Ihre bislang letzte Rolle war 2020 in dem Horror-Thriller Grizzly II: The Predator.

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Götz Piesbergen
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