„Zufälle gibt’s, die gibt’s gar nicht“ könnte das Lebensmotto von Peter Davison lauten, oder aber die britische Schauspielwelt ist verdammt klein. 

Ein Überblick

Peter Davison, bekannt aus erfolgreichen Fernsehserien wie Der Doktor und das liebe Vieh (1978-1990), Doctor Who (1981-1984) oder Law and Order: UK (2011-2014), wurde am 13. April1951 in Streatham als Peter Moffett geboren und wuchs in der englischen Grafschaft Surrey auf. 

Schon während seiner Schulzeit war er Teil einer privaten Theatergruppe. Vor seinem Studium an der Central School of Speech and Drama in London hatte er verschiedene Jobs, unter anderem als Bestatter, und heiratete zum ersten Mal. Um nicht mit seinem Namensvetter, dem Regisseur Peter Moffatt, verwechselt zu werden, wählte er den Künstlernamen Davison, den er allerdings nur beruflich verwendet. 3 Jahre nach seinem Fernsehdebut ging er 1978 erneut den Bund der Ehe ein und heiratete seine Schauspielkollegin Sandra Dickinson, die er während der Dreharbeiten kennengelernt hatte. Das Paar hat eine Tochter, Georgia Tennant (geb. Moffett).

Peter und die BBC

Im Jahr seiner Heirat erhielt er die Rolle des Tristan Farnon in der BBC Serie Der Doktor und das liebe Vieh, die auch in Deutschland sehr beliebt war. Auf Grund seines Erfolges als Tristan wurde ihm 1981 eine weitere Hauptrolle einer BBC-Serien angeboten und zwar die des 5. Doctors in der Kult-Serie Doctor Who. Mit seinen 29 Jahren war er der jüngste Darsteller des zeitreisenden Time Lords, bis ihm Matt Smith diesen Rang ablief, als er mit 26 Jahren die TARDIS übernahm. John Nathan Turner, der Produzent der beiden Serien, schlug ihn für die Rolle vor und war auch dafür verantwortlich, dass Doctor Who wieder düsterer wurde und sich wieder mehr auf die Ursprünge konzentrierte. Davison unterschrieb von vorn herein einen Dreijahresvertrag, auf Empfehlung seines Vorgängers Patrick Troughton, welcher die 2. Inkarnation des Doctors verkörperte. Mit Troughton spielte er dann auch in der Multi-Doctor-Episode Die fünf Doktoren (1983) zum 20. Jubiläum der Serie, bei welcher besagter Namensvetter, Peter Moffatt, Regie führte. 

Doctor Who lässt ihn nicht los

Nach seinem Ausscheiden aus der Serie war das Thema aber noch lange nicht abgeschlossen. 1993 und 2007 kehrte er in Mini-Episoden in der Rolle des Doctors zurück und er vertonte einige Hörbücher und Videospiele. Sein Interesse blieb immer bestehen und so ließ er 2012 durchblicken, dass er sehr gerne im 50-Jahre-Jubiläum auftreten würde. Als er die Rolle nicht bekam, schrieb er kurzerhand das Skript zum Kurzfilm The five(ish) Doctors Reboot, welchen er mit der Unterstützung seiner Tochter Georgia produzierte. Die Story beruht auf dem Versuch von Davison und seinen Kollegen, Sylvester McCoy (siebter Doctor) und Colin Baker (sechster Doctor), eine Rolle in der Jubiläumsfolge zu ergattern. Im Laufe des Films kommen immer mehr ehemalige und aktuelle Darsteller und Showrunner hinzu und am Ende erhielt die witzige Parodie 2014 den Hugo Award für den besten Kurzfilm. 

Aber nicht nur beruflich ließ ihn Doctor Who nicht los. 2011 heiratete seine Tochter Georgia den Darsteller des zehnten Doctors, David Tennant, nachdem sie 2008 in der Episode Der Doktorvater dessen Tochter spielte. Vor Kurzem war er zusammen mit seinem Schwiegersohn auf der Wales Comic Con und hielt gerne mal ein Schild hoch mit der Aufschrift „David Tennant is not THAT special“, als dezenten Hinweis, dass die Schlange bei Tennant etwas länger war, als bei ihm selbst. 

Noch mehr Zufälle

Auch wenn der Doctor ein sehr großer Teil seines Lebens ist, war Peter Davison auch immer wieder in sehr erfolgreichen Serien, Filmen und Theaterstücken zu sehen. Eine größere Rolle spielte er in Law and Order: UK (2011-2014), produziert vom aktuellen Doctor Who-Showrunner Chris Chibnall. In den Staffeln 5-8 spielt er den Oberstaatsanwalt Henry Sharpe an der Seite von Freema Ageyman, der Begleiterin des 10. Doctors (David Tennant) in der 3. Staffel Doctor Who. 

Seit 2003 ist er mit der Drehbuchautorin und Schauspielerin Elizabeth Morton verheiratet. Das Paar lebt in London und hat 2 Söhne, die es ebenfalls zum Film zog. 

Auf seiner Homepage ist folgende Nachricht zu lesen:

A Message from Peter You can have your regrets in some way, but everything that happens to you that’s bad actually contributes to who you are.

Peter Davison im Web

 

Stefanie Maus
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