Ash versucht, Isobel vor dem Zugriff von Wallace zu schützen und erhält überraschende Hilfe.
Handlung
Aahna Ashina hat Isobel außerhalb von Los Angeles versteckt, doch Luv ist ihr bereits auf der Spur. Sie muss allerdings allein operieren, denn ihre Gehilfin, die geklonte Replikanten-Ash, geht der echten Ashina ins Netz. In der Gefangenschaft behauptet die Kopie, die Seiten wechseln zu wollen. Als Luv das Versteck findet, stellt sie unter Beweis, dass sie es ernst meint. Gemeinsam können sie die Replikantenjägerin, die selbst ein Replikant ist, überwältigen.
Ashs Kopie hilf ihr außerdem, Niander Wallace zu treffen. Vom ersten Blade Runner Cal Moreaux hat Aahna bereits einen Kontakt erhalten, wobei sich die alte Dame Daisy als wenig kooperativ erweist. Schlussendlich kann Ash ihren Kontrahenten Wallace jedoch in einer verlassenen Sternenwarte treffen. Zunächst eskaliert die Lage und es kommt zum Kampf mit mehreren Bodyguard-Replikanten.
Allerdings hat Niander es mit der falschen Ash zu tun bekommen. Die echte erwartet ihn in seinem Spinner und bringt ihn zur Ruine der Tyrell-Konzernzentrale. Dort bietet sie ihm überraschend einen Deal an, durch den Wallace bekommt, was er will, während Isobel Selwyn und ihre Tochter Cleo endlich in Sicherheit sind. Die Replikanten-Ash begleitet die beiden in den Weltraum, während das Original bei ihrer Geliebten Freysa auf der Erde bleibt.
Rezension von Blade Runner 2039 – Ash
Im Abschlussband des 2039er-Zyklus gibt es noch einmal einige Gastauftritte. Beim Besuch im Altenheim muss Ash feststellen, dass ihre einstige Vorgesetzte Wojciech verstorben ist. Dafür trifft sie auf Gaff, der in den Filmen von Edward James Olmos verkörpert wird. Leider kann dieser ihr nicht helfen, dafür aber Cal Moreaux, der erste Blade Runner aus der Origins-Comicreihe.
Unerwartete Hilfe erhält Ash von ihrer Replikanten-Kopie, die offenbar doch mehr als nur ihr Aussehen teilt. Das ist nicht nur hilfreich, um Niander Wallace auszutricksen. Es beweist zudem, dass seine Replikanten nicht ganz so loyal sind, wie er glaubt. Trotz dem einprogrammierten Gehorsam entwickeln sie Gefühle und eigene Gedanken. Dieser Umstand ist es dann auch, der Ashina einen Handel mit Wallace eingehen lässt. Soll er doch Replikanten bauen, die sich selbst vermehren können. Er wird sie schlussendlich nicht wie erhofft kontrollieren können.
Die einstige Blade Runner hat längst erkannt, dass die Replikanten weit menschlicher als die Menschen sind und hofft insgeheim sogar darauf, dass sie die Menschheit ersetzen. Und für die Forschungsdaten von Alexander Selwyn erhält sie die Garantie, dass die Replikantenkopie von dessen Frau sowie deren Tochter Cleo endlich in Ruhe gelassen werden. Auf Nianders Gegenangebot, ihre kaputte Wirbelsäule zu heilen, geht Ash derweil nicht ein, obwohl ihr laut seiner Aussage ohne Behandlung bestenfalls noch ein Jahr Lebenszeit bleibt.
Wallace bleibt im Schatten
Der Zeichenstil bleibt im akzeptablen Mittelfeld. Der Detailgrad könnte besser sein und die Linienführung akkurater. Dennoch bietet der Comic ein paar Schauwerte, wobei man sich direkt schon an die überwiegend matte Farbgebung gewöhnt, die zumindest ein paar Leuchteffekte zu bieten hat.
Warum Niander Wallace selbst in gut ausgeleuchteten Umgebungen permanent von einem Schatten überzogen ist, der von seinem Gesicht nur die blinden Augen erkennen lässt, ist nicht nachvollziehbar. Entweder der Zeichner traut sich nicht zu, Jared Leto originalgetreu umzusetzen, oder er kann den Schauspieler einfach nicht leiden, was an den Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens gegen Leto liegen könnte. Im Comic wirkt es jedenfalls irritierend, denn im Film kann man Wallace‘ Gesicht durchaus erkennen.
Fazit: Gelungener Abschluss
Der finale Band von Blade Runner 2039 überrascht mit einigen unerwarteten Wendungen sowie einer ebenso unerwarteten Auflösung. Manche Charaktere erfahren dadurch eine deutliche Entwicklung. Grafisch könnte der Comic immer noch besser sein, ist allerdings weit davon entfernt, schlecht zu wirken. Es rangiert im gehobenen Mittelfeld, wobei der Hauptgrund für den Kauf die Handlung bleibt. Der nächste Sprung wäre dann ins Jahr 2049, also dann die Comicadaption des Kinofilms. Außerdem gibt es im Englischen bereits zwei weitere Comicreihen namens Black Lotus und Tokyo Nexus. Ein Ende ist also noch nicht in Sicht.
Info
Autor: Mike Johnson
Zeichner: Andrés Guinaldo
Farben: Marco Lesko
Verlag: Panini
Sonstige Informationen: Produktseite
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Warpskala
Warpskala-
Story9/10
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Zeichenstil6/10
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Kolorierung5/10
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