Die bekannteste Privatdetektivin des Marvel Street Level-Universums kehrt wieder zurück.
Der Beginn einer Zeitenwende
Es ist einiges an Zeit vergangen, seit dem Jessica Jones (Krysten Ritter) mit ihrer Mutter fliehen wollte, diese dann allerdings vor ihren Augen getötet wurde. Seitdem geht die Detektivin wieder ihrer normalen Arbeit nach, auch wenn sich einiges geändert hat. Ausgerechnet dann wird sie von Dorothy Walker (Rebecca De Mornay) informiert, dass ihre Tochter Trish verschwunden ist und sie keinen Kontakt mehr zu ihr hat. Genervt von ihrer früheren Ziehmutter geht Jessica dem Fall nach. Und entdeckt schon bald etwas Ungeheuerliches.
Derweil wird die ALS-Krankheit von Jeri Hogarth (Carrie-Anne Moss) immer schlimmer. Sie denkt immer mehr an einen Freitod, für den sie Jessica haben will. Deren Nachbar Malcolm Ducasse (Eka Darville) inzwischen für die Anwältin arbeitet und für sie so manchen dreckigen Fall kleinhält, ehe er eskaliert.
A.K.A. Der perfekte Burger ist quasi der Auftakt zu einer Zeitenwende. Es ist eben nicht nur der Start der dritten Jessica Jones-Staffel. Sondern allgemein der Beginn der letzten Season, die von allen damaligen Marvel Netflix-Reihen überhaupt liefen. Inzwischen wurde jenes Street Level-Universum durch Daredevil Born Again wiederbelebt und viele der bekannten Figuren von damals traten oder treten wieder auf.
Ein Auftakt nach Maß
Bei dieser Staffel war Melissa Rosenberg wieder Showrunner. Wobei sie dieses Mal durch Scott Reynolds dabei unterstützt wurde. Von dem Cast der vorherigen Season kehrten Krysten Ritter, Rachael Taylor, Eka Darville und Carrie-Ann Moss im Maincast zurück. Neuer Teil dieses Casts sollten Benjamin Walker (Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht), Sarita Choudhury (Fallout), Jeremy Bobb (The Continental) und Tiffany Mack (iZombie) sein.
Der Auftakt ist wieder einer nach Maß. Einer, der zeigt, dass die wichtigsten Figuren sich weiterentwickelt haben. Aber auch einer, der ordentlich Mysterien für die kommende Staffel aufbaut.
Wobei ein Mysterium gleich in der ersten Episode aufgeklärt wird. Nämlich, was mit Trish Walker geschehen ist. Und hier zeigt sich sehr schön, wie gut die Reihe die diversen Ereignisse der früheren Seasons aufgreift und weiter entwickelt. Denn man konnte ja in Der Freizeitpark am Ende sehen, dass sie auf Grund der Behandlung, der sie sich unterzogen hatte, auf ein Mal außergewöhnliche Kräfte erhielt.
Wieder kratzbürstig
Zu Beginn der Episode stellt man sich noch die Frage, was genau mit ihr los ist. Vor allem, wenn sie von jetzt auf gleich jeglichen Kontakt zu ihrer Mutter abbricht. Der zwar schon vorher nicht besonders prickelnd war. Aber dennoch ist dies für sie immer noch eine ungewöhnliche Entwicklung. In jedem Fall sieht man dann später im Laufe der Folge, dass Jessica Trish aufgespürt hat. Und die jetzt als maskierte Vigilantin unterwegs ist.
Es ist eine Entwicklung, die eigentlich logisch wirkt. Schließlich wollte Trish die ganze Zeit nichts mehr, als ihrer Ziehschwester, zu der sie im Prinzip die ganze Zeit aufsah, helfen. Doch was anfänglich als ein netter Wunsch wirkte, wurde immer mehr toxisch und war irgendwann nicht mehr schön. Schon allein das deutet daraufhin dass die Beziehung zwischen ihr und Jessica nicht mehr so wie früher werden wird.
Jessica selbst zeigt sich in dieser Folge wieder von ihrer kratzbürstigsten Seite. Sie hat immer noch eine kurze Lunte und hat, trotz all ihrem Gemotze, das Herz auf dem rechten Fleck. Auch wenn sie dies mitunter recht eigentümlich rüberbringt. In jedem Fall sieht man in dieser Episode, wie sie, trotz anfänglichen Widerstands, dann doch ihrer Ziehmutter hilft. Nur um diese kurzer Hand aus Trishs neuer Wohnung zu bugsieren, als sie ihr zu sehr auf die Nerven geht.
Da scheint wohl etwas abgefärbt zu haben
Wenn etwas in dieser Folge fehlt, dann ist es eine Handlung, die wirklich ihr alleine gehört. Eine, in der sie ohne Abhängigkeit von anderen Castmitgliedern sich weiter entwickeln kann. Zum Glück gibt es am Ende der Episode ein Ereignis, das darauf hindeutet, dass dies etwas sein wird, womit sie sich in Zukunft beschäftigen wird.
Sehr schön ist auch, wie Jeri Hogarth und Malcolm Ducasse in die Folge eingebaut werden. Bei der Anwältin sieht man, dass sie mit ihrer stärkeren Erkrankung zu kämpfen hat und deshalb Jessica als Werkzeug für ihren Freitod nutzen will. Die sie dann aber sehr nachdrücklich davon überzeugen kann, dass sie nicht die Richtige dafür ist. Ansonsten ist sie bei der Arbeit immer noch die kaltblütige Anwältin, die für ihren Klienten alles tut, damit er freikommt. Worunter auch Malcolm Ducasse leidet, der für sie zum Werkzeug geworden ist. Seine Proteste wischt sie beiseite.
Interessant ist, das Malcolm am Ende Folge etwas tut, was man so nicht von ihm erwartet hat. Es scheint so, als ob die Zeit mit Jessica und Jeri ein wenig auf ihn abgefärbt hat.
Es ist ein großartiger Staffelauftakt.
Info
Drehbuch: Melissa Rosenberg
Showrunner: Melissa Rosenberg, Scott Reynolds
Regie: Michael Lehmann
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