Review: Kampfstern Galactica 06 – Der verschwundene Krieger

Lesezeit circa: 10 Minuten
Als Apollo versucht, eine Gruppe zylonischer Jäger von der Galactica wegzulocken, muss er auf einem abgelegenen Planeten notlanden. Dort herrscht ein gieriger Ganove über die ansässigen Farmer, der eine für sie unbesiegbare Bedrohung an der Hand hat.

Eine List mit Konsequenzen

Apollo befindet sich alleine auf Patrouille, als er von einem Geschwader zylonischer Jäger angegriffen wird. Er bittet über Funk um Verstärkung. Der Hilferuf wird auf der Galactica empfangen, allerdings verwehrt Adama den Start des blauen Geschwaders. Tigh ist entsetzt, als Adama das verwehrt. Adama erklärt jedoch, dass der Funkspruch eine List ist, um die Jäger von der noch unentdeckten Flotte wegzulocken.

Die List scheint zu gelingen, allerdings geht Apollo plötzlich der Treibstoff aus und er muss abdrehen und auf einem unbekannten Planeten im Hatari-Sektor notlanden. Dort ist es Nacht. Ein kleiner Junge striegelt sein Pony und spricht dabei von einem wilden Tier, einem Lupus, der die Schafherde bedroht, und den er erschießen will, als er plötzlich ein seltsames Geräusch hört. Er springt auf sein Pferd und sucht die Ursache. Seine Mutter bemerkt sein Verschwinden und verfolgt ihn zu Fuß.

Während Apollo sein Schiff untersucht, wird er von dem Jungen namens Puppis überrascht. Zunächst zieht er seine Laserkanone, steckt sie aber sofort weg, als er bemerkt, dass es sich nur um einen kleinen Jungen handelt. Puppis erzählt ihm, dass sie sich auf dem Planeten Equellus befinden und dass er noch nie zuvor ein Raumschiff gesehen hat. Er kennt diese lediglich aus Erzählungen seines Onkels. Plötzlich taucht seine Mutter Vella auf und zielt mit einem primitiven Gewehr auf Apollo. Sie fordert Puppis auf, zu ihr zu kommen. Sie erkennt sofort Apollos Uniform und bittet ihn, sofort wieder wegzufliegen. Als sie erfährt, dass er dies nicht kann, hilft sie ihm, die Viper zu verbergen, und gewährt ihm erstmal Unterschlupf auf ihrer Farm.

Währenddessen besprechen Adama, Tigh, Boomer und Starbuck die Tatsache, dass Apollo vom Radar verschwunden ist und sich noch nicht wieder gemeldet hat. Auf einmal erscheint Boxey auf der Brücke, um von seinem Großvater zu erfahren, warum Apollo diesmal so lange unterwegs ist. Starbuck und Boomer lenken ihn ab, indem sie ihn für die Nacht in die Offiziersunterkunft einladen, um Karten zu spielen, Saft zu trinken und dort zu schlafen.

Wild-West auf Equellus

Vella erzählt Apollo bei einem einfachen Abendessen, dass die Farmer von einem Tyrannen namens Lacerta unterdrückt werden und ihm Tribut zahlen müssen. Dies gelingt ihm, da niemand gegen seinen Handlanger Rotauge ankommen kann. Puppis freut sich, da Apollo mit seiner Laserkanone eine Chance gegen Rotauge hätte. Daraufhin wird Vella wütend und schickt den Jungen raus. Vella erzählt Apollo von ihrem Hass auf Waffen, da Puppis Vater von Rotauge erschossen wurde. Apollo sagt daraufhin, dass auch seine Frau durch eine Waffe starb. Puppis stürzt plötzlich durch die Tür und berichtet, dass sich ein Reiter nähert.

Apollo versteckt sich hinter dem Vorhang und kann so beobachten, wie ein Zylone vom Pferd absteigt und sich nach den seltsamen Geräuschen erkundigt. Vella versucht, ihn zu überzeugen, dass das nur die wilden Tiere waren. Puppis verachtet Rotauge und tritt ihn gegen das Schienbein. Plötzlich tritt Vellas Bruder Bootes aus dem Wald heraus. Gemeinsam können sie Rotauge davon überzeugen, dass nichts vorgefallen ist. Als Bootes Apollo sieht, erkennt er sofort, dass er ein Kolonialkrieger ist. Als Puppis mit seinem Onkel nun doch noch die Tiere füttern geht, erzählt Vella Apollo nun die ganze Geschichte.

Ihr Mann Martin war auch ein Kolonialkrieger und stürzte mit seiner Viper auf Equellus ab. Sie fand ihn und pflegte ihn gesund. Er verliebte sich in sie und blieb. Kurze Zeit nach Puppis Geburt kam Lacerta mit Rotauge in die Stadt, woraufhin Martin sehr wütend wurde. Er holte seine Laserpistole und wollte ihn niederschießen, was jedoch misslang und er starb. Seitdem hat Rotauge Martins Laserpistole. Puppis erfuhr nie von der Vergangenheit seines Vaters, da Vella befürchtet, er würde sich an Rotauge rächen wollen und ebenfalls sterben. Zudem verhält sich Rotauge anders als andere Zylonen, so greift er nur Menschen an, wenn er bedroht wird. Apollo befürchtet trotzdem, dass wo ein Zylone ist, es auch mehr geben könnte, zudem jeder Zylone mit dem zylonischen Reich verbunden ist.

Als Bootes mit Puppis wieder zurück kommt versucht auch er, Apollo dazu zu überreden, Rotauge einfach zu erschießen. Apollo entschließt sich allerdings dazu, erstmal in die Stadt zu fahren, und die Lage auszukundschaften.

An Bord der Galactica gewinnt Boxey zum Entsetzen Starbucks jedes Pyramide-Spiel. Die Einsätze sind Süßigkeiten und zum Trinken gibt es wirklich nur Saft. Die wütende Cassiopeia stürmt in die Offiziersunterkunft und bringt Boxey zu Bett. Sie tadelt die Piloten für ihr Verhalten. Als Boxey außer Hörweite ist, beschließen Starbuck und Boomer, Apollo zu retten, wenn es sein muss auch ohne den Segen des Commanders.

Apollo geht in Zivilkleidung in die Stadt und betritt den Saloon. Er stellt sich an die Theke und holt sich was zu trinken. Sofort wird er von der Seite angepöbelt. Als Außenseiter und gekleidet wie ein Schäfer wird er aufgefordert wieder zu gehen. Apollo wendet sich nun direkt an Rotauge, der für sich alleine in einer Ecke sitzt. Apollo spricht den Zylonen an, der sich sogleich bedroht fühlt und aufspringt. Auf ein Wort von Lacerta setzt Rotauge sich wieder. Lacerta bittet Apollo zu sich, da er von dessen Aktion sichtlich beeindruckt war. Apollo verdrängt den Mann, der ihn zuvor angepöbelt hatte, vom Platz neben Lacerta. Markus, der menschliche Handlanger von Lacerta, reagiert mit Unwillen und mehr als leicht verärgert. Apollo versucht, Lacerta davon überzeugen, dass er nur neugierig sei und auf Jobsuche so Lacerta von sich überzeugen wollte. Dieser fordert ihn auf, am nächsten Tag wieder in die Stadt zu kommen.

Als Apollo wieder zur Farm zurückkehrt, trifft er auf die aufgelöste Vella, die panisch erzählt, dass ein Lupus die Herde angegriffen hat und Puppis mit seinem Gewehr davon ist, um den Lupus zu jagen. Apollo schlägt sich direkt in den Wald und verfolgt Puppis Spur. Auf einer Lichtung steht Puppis plötzlich dem Lupus gegenüber und ist zuerst wie gelähmt. Es gelingt ihm, seiner Angst zu trotzen, und er schießt. Apollo findet ihn und hilft ihm, den Lupus zurück zur Farm zu bringen.

Tigh erstattet auf der Galactica Adama Bericht. Apollos List ist geglückt und die zylonischen Jäger verfolgen die Flotte nicht. Tigh ergreift die Gelegenheit, Adama eine Entscheidung für Apollos Rettung abzuringen. Adama ist zurückhaltend, da er seinen Sohn nicht bevorzugen will. Als Tigh jedoch darauf hinweist, dass Adama dies für jeden anderen Piloten veranlassen würde, aber nicht für seinen eigenen Sohn, stimmt dieser schließlich zu, dass eine Patrouille startet, um zurück ins Hatari-System zu fliegen. Tigh nimmt Kontakt zum Hangar auf und sofort starten Starbuck und Boomer ins All.

High-Noon

Apollo bringt Puppis zu Bett. Dabei muss er an Boxey denken. Er braucht unbedingt den Treibstoff von Rotauges Maschine, um zurückkehren zu können. Ein Nachbar klopft an die Tür und berichtet entsetzt, dass Rotauge auf der Farm von Bootes war und als Abgabe mehr als die Hälfte seiner Tiere einkassiert hat, worauf Bootes wutentbrannt in die Stadt gestürmt ist, um sich zu betrinken und Rotauge zu töten. Apollo läuft ins Haus und holt seine Laserpistole, um Bootes zur Hilfe zu eilen.

Boomer und Starbuck sind derweil soweit geflogen, wie es der Treibstoff erlaubt, um noch zurückkehren zu können. Starbuck überredet Boomer, die Maschinen abzustellen und sich nur noch treiben zu lassen, damit sie so noch weiter nach Apollo suchen können.

Im Saloon hat Bootes nun schon einiges intus und beginnt Ärger zu machen. Er provoziert Rotauge, der darauf sofort reagiert. Als Apollo gemeinsam mit Vella und Puppis in den Saloon kommt, hat Rotauge bereits geschossen und Bootes bricht tot zusammen. Puppis erhebt sein Gewehr und möchte auf den Zylonen schießen. Apollo entreißt ihm das Gewehr und zerbricht es, woraufhin Puppis wütend wegläuft.

Als Vella und Apollo Bootes Leiche auf den Pferdewagen legen, weigert sich Puppis Apollo direkt in die Augen zu sehen. Bevor sie abfahren können, nimmt die Bardame Apollo zur Seite, um ihn vor Markus zu warnen, der sich von Apollo bedroht fühlt, da er praktisch schon hinter Rotauge die zweite Geige in Lacertas Gunst spielt. Von ihr erfährt Apollo nun, dass Rotauge ebenfalls mit seinem Jäger abgestürzt ist und offensichtlich dabei so beschädigt wurde, dass die ursprüngliche Programmierung nicht mehr funktionierte. Er war von da an Lacerta zu Diensten. Da erkennt Apollo, dass der Zylone keinerlei Verbindung mehr zum zylonischen Reich hat und schnallt sich seine Laserpistole um. Markus fordert ihn wirklich zum Duell heraus, macht aber einen direkten Rückzieher, als er die Laserpistole sieht. Lacerta bekommt es aber mit der Angst zu tun und er ruft nach Rotauge. Es kommt zum Duell und obwohl der Zylone zuerst zieht, kann Apollo ihn tödlich treffen. Sein mechatronisches Auge erlischt und niemand muss ihn mehr fürchten.

Zurück auf der Farm ist Puppis aufgedreht und glücklich. Er spielt das Duell immer wieder nach. Als Apollo versucht, ihn zu beruhigen, nennt er ihn aus Versehen Boxey. Er versucht Puppis zu verdeutlichen, dass sein Handeln nichts mit Heldentum zu tun hatte, sondern, dass es unvermeidbar war und er selbst Angst hatte. Genauso wie Puppis Angst hatte, als er alleine vor dem Lupus stand und diesen töten musste.

Vella hatte wohl insgesamt gehofft, dass auch Apollo auf Equellus bleiben würde, als sie jedoch mitbekommt, wie schmerzhaft er Boxey vermisst, sagt sie ihm, wo die zerstörte Viper ihres Mannes versteckt ist. Fliegen kann das Schiff nicht mehr, aber eventuell hat es noch Treibstoff im Tank.

Starbuck handelt im All mit Boomer noch eine zusätzliche Centon heraus, bevor sie umdrehen und zurückfliegen müssen. Mittlerweile haben beide kaum noch Hoffnung. Kurz bevor sie abdrehen empfangen sie einen undeutlichen Funkspruch. Apollo hat es geschafft!

Auf Equellus betrachten Vella und Puppis die Sterne und warten auf Apollos Rückkehr.

Fazit

Optisch sieht es auf Equellus wirklich aus wie im Wilden Westen, nur dass die Ausstattung recht spacig ist. Die Cowboyhüte sind aus Alu oder etwas Ähnlichem. Die Episode funktioniert recht gut als Charakterfolge, jedoch bleibt der Spannungsbogen zu oberflächig. Da das Gebiet um den Hatari-Sektor den Kolonien bekannt sein muss, da Adama Kartenmaterial besitzt und es offensichtlich Schlachten in dem Gebiet gab, verwundert es, dass nichts von bewohnten Planeten bekannt war. Seltsam ist auch, dass Apollo verspricht, zurückzukehren. Die Flotte befindet sich auf einem Weg ohne Wiederkehr und diese Unehrlichkeit passt eigentlich nicht zu Apollo.

Kleine Anekdote am Rand: Sowohl Apollos weißes Zivilkostüm wie auch das Set der Stadt wurde später in der Buck Rogers Folge Ein tödliches Wagnis wiederverwendet.

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Melanie Frankl
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