In Holograms All the Way Down stellt sich die Frage, was real ist und was nicht.

Die allerbeste Folge

Charles „Trip“ Tucker (Connor Trinneer) freut sich, dass die Enterprise eine Mission abgeschlossen hat, als das Schiff angegriffen wird. Dabei explodiert eine Konsole direkt hinter ihm. Und noch während er durch die Luft fliegt, friert das Geschehen ein. Es stellt sich heraus, dass diese Ereignisse eine Holodecksimulation von William Riker (Jonathan Frakes) sind, der dadurch endlich den Mut gefunden hat, mit Captain Picard zu reden.

Doch dann friert auch diese ein und es zeigt, dass es ebenfalls eine Holosimulation war, dieses Mal von Quark (Armin Shimerman), der damit Garak etwas verkaufen will. Ehe die sich ebenfalls als Holodeck-Programm entpuppt, dieses Mal von Beckett Mariner und D’Vana Tendi (Noël Wells). Was sich seinerseits ebenso erneut als Holoprogramm enthüllt und so weiter und so fort. Bis dann am Ende Neelix (Ethan Phillips) in seinem Bett liegt, eine Holonovelle pausiert und auch danach unklar ist, was real ist und was nicht.

Very Short Treks ist eine Wundertüte. Man weiß zu Beginn nie, was einen erwartet. Ist es eine absurde Episode wie Skin the Cat. Oder eine, wo der Humor dann doch unter die Gürtelinie geht und ekelerregend ist, wie in Worst Contact. Nach dem Gucken von Holograms All the Way Down kann man sagen, dass diese Folge zum Glück qualitativ wieder wie die ersten beiden ist und nicht wie die letzte. Tatsächlich ist sie sogar die allerbeste der bisherigen Serie.

Ein purer Nostalgietrip

Mit zwei Minuten ist sie auch eine der kürzesten Folgen. Doch man wird innerhalb dieser kurzen Zeit in eine Story gezogen, die zum vielleicht ersten Mal innerhalb der Star Trek-Historie alle bisher gelaufenen Serien einbaut und honoriert. Und zwar nicht nur die alten, sondern ebenso die modernen. Von jeder Reihe erhält dabei ein Schauspieler aus jener mindestens einen Satz, den er spricht.

Und so ist Holograms All the Way Down unter anderem für Fans ein purer Nostalgietrip, weil man eben nicht nur Connor Trinneer und Jonathan Frakes hört, sondern ebenso Armin Shimerman, Noël Wells, Angus Imrie, George Takei, Doug Jones, Bruce Horak und Ethan Phillips. Die natürlich ihre jeweilige Star Trek-Rolle aufnehmen und ihr Leben einhauchen.

Die Episode lebt jedoch nicht nur von dem Nostalgietrip, sondern auch von der Umsetzung. Ein Großteil der Ereignisse wird im üblichen The Animated Series-Stil dargestellt. Ausnahmen sind dann allerdings die aktuellen animierten Serien. Und während Lower Decks im bekannten Stil dargestellt wird, wird bei Prodigy absolutes Sparprogramm gefahren und nur Bilder der Crew durchs Geschehen gezogen. Es ist dieser Kontrast, der die Lachmuskeln noch mehr anregt, als es ohnehin schon der Fall ist.

Große Gegenliebe

Auch die Tatsache, dass der Plot von Hologramm im Hologramm handelt, ist exzellent. Hier wird das Geschehen der umstrittenen letzten Enterprise-Episode Dies sind die Abenteuer … aufgegriffen, wo gezeigt wurde, dass die Handlung jener Folge nur ein Holoabenteuer war, das von William Riker und Deanna Troi gestartet worden war. Zu sehen, wie dies hier jetzt aufgenommen und auf die Spitze getrieben wird, ist einfach nur grandios!

Genau wie die gesamte Folge von Holograms All the Way Down Spitzenklasse ist. Very Short Treks mag die Star Trek-Serie sein, die die Community spaltet. Doch diese Episode dürfte auf große Gegenliebe stoßen.

 

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Götz Piesbergen
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