Dominic Purcell hätte auch Gärtner werden können.

Von Beruf Gärtner

Heute kennt jeder Fan von Superheldencomicverfilmungen Dominic Purcell. Schließlich hat er lange Zeit im sogenannten Arrowverse mitgespielt. Doch dieser Werdegang war nicht selbstverständlich. Dazu muss etwas ausgeholt werden.

Der Schauspieler kam am 17. Februar 1970 in Wallasey, Merseyside, England zur Welt. Seine Mutter hatte irische Wurzeln, derweil sein Vater die Herkunft seiner Familie nach Norwegen und England zurückverfolgen konnte. Die Familie des späteren Schauspielers zog zwei Jahre nach seiner Geburt nach Bondi, New South Wales in Australien, nur um dann kurze Zeit darauf nach Western Sydney in Penrith weiterzuziehen.

Der Wunsch, Schauspieler zu werden, kam in Dominic Purcell auf, als er Oliver Stones Platoon sah. Doch da er aus der Arbeiterklasse stammt, schien es so, als ob dieser Beruf für ihn erstmal nichts wäre. Stattdessen gründete er, nachdem er die High School abgebrochen hatte, mit einigen Freunden eine Gartenbaufirma. Seinen Traum, irgendwann vor der Kamera zu stehen, hat er allerdings nie vergessen.

Erste Erfolge

Deshalb schrieb er sich bald an der Western Australian Academy of Performing Arts ein und studierte dort. Übrigens war niemand Geringeres als Hugh Jackman einer seiner Kommilitonen.

Erste Erfahrungen mit der Arbeit als Schauspieler sollte Dominic Purcell bereits 1991 sammeln, als er in der australischen Soap-Serie Home and Away für drei Episoden auftrat. Seine nächste Rolle sollte jedoch erst Jahre später kommen, da er erst 1997 in dem Liebesfilmdrama Dust Off the Wings wieder vor der Kamera stand. Dies war allerdings auch gleichzeitig der Beginn des Kinoparts seiner Schauspielkarriere.

Seine erste größere Rolle hatte er in der kurzlebigen, australischen Dramareihe Raw FM, in der er einer der Hauptdarsteller war. Und ein Jahr darauf wirkte er sogar an der Seite von Patrick Stewart in der Neuadaption von Moby Dick als Bulkington mit. Doch so langsam rief Amerika, so dass man ihn auch bald in amerikanischen Produktionen sehen konnte, wie beispielsweise in Mission Impossible II.

Dominic Purcell

Mit Ausbruch zum Durchbruch

Man konnte Dominic Purcell in den darauffolgenden Jahren immer wieder in kleineren und größeren Rollen im Film- und Fernsehen sehen. So spielte er 2001 für fünf Folgen in der Actionserie Beastmaster – Herr der Wildnis mit und durfte sich 2002 im Scifi-Kultfilm „Equilibrium“ von Christian Bale verprügeln lassen. Das war aber auch das Jahr, in dem er zum Hauptdarsteller seiner ersten US-amerikanischen Serie wurde. Der Fall John Doe! war allerdings keine lange Lebensdauer beschienen, da die Fernsehserie bereits nach nur einer Staffel und 22 Folgen eingestellt wurde.

Er blieb allerdings nicht lange beschäftigungslos, da er zum Beispiel ein Jahr darauf in Blade Trinity den Antagonisten Drake darstellte. Das war auch das Jahr, in dem er mit Three Way seinen allerersten Film produzieren sollte, in dem er natürlich die Hauptrolle innehatte. Und 2005 kam für ihn der große Durchbruch.

In der Krimiserie Prison Break stellte Dominic Purcell den unschuldig zum Tode verurteilten Lincoln Burrows dar, dessen Bruder Michael Scofield daran arbeitet, ihn zu befreien. Natürlich verläuft das nicht eben komplikationslos, was auch den Charme der Reihe ausmachte, die sich teilweise die absurdesten Plottwists einfallen ließ, die zu eben diesen Komplikationen führten. Jedoch blätterte der Charme der Serie nach der ersten Staffel schnell ab, da in den darauffolgenden Seasons im Prinzip nur der Plot der ersten Folgen wiederholt wurde, weshalb sie nach der vierten Staffel eingestellt wurde. Allerdings gab es 2017 ein kleines Revival in Form einer fünften Season. Sein Serienbruder wurde übrigens von Wentworth Miller dargestellt, mit dem er einige Jahre später erneut zusammenarbeitete.

Als Schurke zum Maincastmitglied einer Serie

Während der letzten Season von Prison Break produzierte der Schauspieler das Biopic Balibo und spielte 2013 in dem Uwe-Boll-Thriller Operation Olympus – White House Taken an der Seite von Ray Liotta mit. Ein Jahr später war er Produzent des Kurzfilms I Choose, der sich mit dem Thema Sexhandel beschäftigte, und trat in der Videospielverfilmung Schwerter des Königs – Die letzte Mission, die auf der Videospielreihe Dungeon Siege basierte, auf. Regisseur war übrigens erneut Uwe Boll, falls Fragen nach der Qualität aufkommen sollten.

2014 war auch das Jahr, wo er wieder mit Wentworth Miller zusammenarbeitete. Beide stellten in der Serie The Flash, die auf dem gleichnamigen DC Comic basierte, bis 2016 in insgesamt fünf Folgen die Schurken Heat Wave und Captain Cold dar. In den Rollen waren sie so erfolgreich, dass bald nicht nur Gastauftritte in anderen DCU-Serien wie Batwoman oder Arrow folgten, sondern Dominic Purcell und sein Kollege sogar in Legends of Tomorrow in ihren jeweiligen Rollen Teil des Maincasts wurden. Bis 2021 war er in dieser Fernsehreihe zu sehen. Und irgendwann in diesem Jahr wird er an der Seite von Bruce Willis in einem seiner letzten Filmauftritte in Assassin auftreten.

Seit dem Jahr 2000 ist der Darsteller auch Staatsangehöriger der Vereinigten Staaten, nachdem er eine Green Card gewonnen hatte. Er war außerdem von 1998 bis 2008 mit Rebecca Williamson verheiratet, mit der er vier Kinder hat. Doch die Ehe wurde geschieden. Seitdem hatte er eine wechselhafte Beziehung mit der Schauspielerin AnnaLynne McCord und ist seit letztem Jahr mit Tish Cyrus, der Mutter von Miley Cyrus zusammen. Der Schauspieler ist leidenschaftlicher Surfer.

My fighting style, if you will, is a combination of mimicking, cowboy films and boxing that I have done throughout my life.

Dominic Purcell im Web

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Götz Piesbergen

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