Herr der Ringe

Rechte an Herr der Ringe kommen unter den Hammer

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Das nächste große Franchise könnte demnächst den Eigentümer wechseln.

Wie Variety berichtet, hat sich die Saul Zaentz Co. dazu entschlossen, ihre Rechte an den Werken von J.R.R. Tolkien, welche neben der Herr der Ringe Trilogie auch den Hobbit, das Silmarillion und viele weitere Geschichten aus Mittelerde beinhalten, zu veräußern. Diese Rechte beschränken sich dabei nicht nur auf Filme, sondern auch auf Spiele, Veranstaltungen und Merchandise. Lediglich für Serien hat Amazon die Rechte, weswegen die Firma von Jeff Bezos auch als Nummer-1-Kandidat für die weitere Rechte gehandelt werden. Amazon konnte dank eines Schlupfloches direkt eine Lizenz bei den Erben einkaufen, denn Saentz hatte nur die Rechte für Serien bis zu acht Episoden bekommen. 

Der Zeitpunkt ist natürlich nicht zufällig gewählt, denn in diesem Jahr startet bei Prime Video die erste Serie aus Mittelerde. Das Medieninteresse ist groß und Aufmerksamkeit sorgt für höhere Preise. Zaentz hat dafür die Investmentfirma ACF engagiert, keiner der Beteiligten wollte einen Kommentar dazu abgeben. Mindestgebot sind 2 Milliarden US Dollar.

Fraglich bleibt, wie die Rechtslage bezüglich Warner Brothers aussieht. Diese haben 2008 New Line Cinema übernommen, das Studio, welches die bisherigen sechs Realfilme zu Mittelerde produzierten. Es gab wegen dieser Rechtslage schon diverse legale Streitigkeiten zwischen den beiden Firmen. Zaentz hatte die Rechte 1976 von den Tolkien-Erben übernommen und produzierten auch die erste Verfilmung 1978, damals noch als Zeichentrick.

Möglich ist also auch, dass Warner hier zuschlägt, um den Streitereien ein Ende zu setzen. Disney gilt ebenfalls als weiterer möglicher Interessent, wird aber als eher unwahrscheinlich angesehen. Die restlichen drei der Major-Studios (Universal, Sony, Paramount) gelten als nicht interessiert. Solche Ansichten sind aber immer spekulativ und mit Vorsicht zu genießen. 

Wer auch immer diese Rechte erwirbt, wir können davon ausgehen, dass wir in Zukunft mehr Mittelerde bekommen werden.

Marco Golüke

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