Doom Patrol
|

Review: Doom Patrol 28 – Von Untoten und Ärschen

Lesezeit circa: 4 Minuten

Wenn es im Episodentitel schon heißt, dass es Von Untoten und Ärschen handelt, dann verspricht dies wieder eine normale Doom Patrol-Folge zu werden.

Erwartungen werden erfüllt

Die Doom Patrol versucht, sich mit der Zeitreisenden Frau (Michelle Gomez) zu arrangieren. Was allerdings alles andere als einfach wird, weil sich nämlich herausstellt, dass die untoten Doom-Patrol-Mitglieder sich langsam in Zombies verwandeln. Und sie haben einen ungesunden Appetit auf Gehirne.

Zu allem Überfluss taucht dann auch Willoughby Kipling (Mark Sheppard) auf. Der hatte den Kopf von Niles Caulder (Timothy Dalton) gestohlen und diesen wiederbelebt. Nur, dass das Überbleibsel des Chiefs jetzt von Darren Jones (Jon Briddell), einem Agenten des Büros für Normalität gestohlen wurde, der die Präsenz der Doom Patrol fordert.

Der Name ist Programm. Von Untoten und Ärschen handelt genau von dem, was man im Titel liest. Und natürlich werden beim Lesen des Episodennamens gewisse Erwartungen geschürt, die die Folge dann aber zum Glück auch erfüllt.

Es wird blutig

Es handelt sich hierbei um eine der blutigsten Episoden der bisherigen Serie. Es ist sogar die vielleicht heftigste Folge überhaupt, was diese Darstellung angeht. Wiederholt meint man, dass das, was man sieht, nicht getoppt werden kann. Nur um dann eben doch noch übertroffen zu werden.

Aber diese übertriebene Darstellung passt zu Von Untoten und Ärschen. Wo die Geschichte eben einen gewissen Horrorschlag hat, der natürlich auch entsprechend umgesetzt wird. Dass die Story nicht zu gruselig wird, spricht dann wiederum für Doom Patrol. Stets wird dabei auf dem schmalen Grat zwischen Horror und Komik entlangbalanciert, ohne zu sehr ins ein Extrem abzudriften.

Es ist aber auch eine Folge, in der der Fokus der Story nicht so sehr auf die einzelnen Mitglieder der Gruppe liegt, sondern vielmehr das Abenteuer an sich im Vordergrund der Handlung steht, sowie natürlich Kipling und die mysteriöse Frau. Was allerdings nicht bedeutet, dass die jeweiligen Subplots der einzelnen Mitglieder nicht weiter vorangetrieben werden, doch dazu später mehr.

Eine Zeitreise, die ist nicht lustig

Im Prinzip ist Von Untoten und Ärschen ein Abschiednehmen von dem Chief. Dieser ist ja in Neue Möglichkeiten gestorben, wobei dann allerdings Kipling seinen toten Körper ausgrub und seinen Kopf abtrennte. Jetzt sieht man, was sein Plan war, der, wie es für die Serie üblich ist, herrlich absurd und bescheuert ist.

Aber dies ist die Folge, in der der Chief wohl endgültig rausgeschrieben wird. Was insofern schade ist, als dass er von Timothy Dalton sehr schön zum Leben erweckt wurde. Doch was mit seinem Überrest am Ende der Episode passiert, lässt keine Möglichkeiten mehr offen, dass er in der Gegenwart nochmal zurückkehren könnte.

Wer übrigens Von Untoten und Ärschen am meisten profitiert, ist niemand geringeres als die Zeitreisende. Passenderweise hat sie ihr Gedächtnis verloren, weiß also nicht, was ihr Name ist noch, wieso sie durch die Zeit reiste. Sie weiß nur, dass sie den Chief finden muss.

Enttäuschende B-Plots

Im Laufe der Episode erfährt man dabei immer mehr über sie. Mit einer aufreizenden und gelungenen Arroganz geht sie durch die Gegend, selbstbewusst, auch wenn sie nahezu nichts weiß. Außer, dass sie ein Gestaltwandler ist, was in dieser Folge allerdings mehr für Komikzwecke dargestellt wird und nicht sonderlich ernsthaft. Aber sie passt dadurch perfekt zur Gruppe.

Doch so gut ihre Handlung ist, bzw. ihr Auftreten, so wenig können die anderen Plots überzeugen. Es ist die übliche negative Nabelschau, die die meisten Doom-Patrol-Mitglieder betreiben. Larry entdeckt beispielsweise, dass er einen Tumor hat und anscheinend wegen dem Fehlen seines negativen Geistes am Sterben ist. Vic hat Ärger mit seinem Vater und wird von diesem in Gewissensnöte getrieben. Die Einzigen, bei denen nichts Negatives geschieht, sind Crazy Jane, die in dieser Episode von dem Chief Abschied nimmt, und Rita, die eine Verbindung zwischen ihr und der Zeitreisenden entdeckt. Doch sind dies insgesamt zu wenige überzeugende Subplots, weshalb Von Untoten und Ärschen am Ende auch eher verhältnismäßig enttäuschend ausfällt.

warpshop

Warpskala

Warpskala
8 10 0 1
8/10
Total Score

Positiv

  • Blutige Folge
  • Die Gestaltwandlerin erhält mehr Profil
  • Michelle Gomez

Negativ

  • Ein Großteil der B-Plots ist zu negativ und nervig
Götz Piesbergen
Letzte Artikel von Götz Piesbergen (Alle anzeigen)

Ähnliche Beiträge

Kommentar verfassen