Die Telepathische Allianz
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Review: Perry Rhodan 3174 – Die Telepathische Allianz

Lesezeit circa: 4 Minuten

An der Aberrationszone – zwei ungewöhnliche Terraner im Einsatz

Die Telepathische AllianzTitel: Die Telepathische Allianz
Autor: Michael Marcus Thurner
Zeichner:  Swen Papenbrock
Erschienen: Freitag, 17. Juni 2022

Worum geht es in diesem Roman?

Auf dem Weg des Chaoporters durch die Milchstraße liegt die Telepatische Allianz, die aus drei Sternensystemen besteht, die gemeinsam um die Aberrationszone gelegen sind. Hier treffen Chaos und Galaktiker aufeinander.

Der Leseeindruck

Ich habe einen Moment benötigt, um in diesen Roman hineinzukommen. Robert Corvus hatte zwar im letzten Roman schon den Schauplatzwechsel in die Milchstraße eingeleitet, das Ankommen in diesem Roman war allerdings etwas abrupt. Wir sind schon mitten im Geschehen, beziehungsweise in der Vorbereitung für das kommende Geschehen.

Auch wenn mich der Anfang nicht ganz abgeholt hat und es erst nach zwei voneinander unabhängigen Handlungssträngen aussah, liefen diese dann doch zu einer spannenden Haupthandlung zusammen, die mich durchaus überzeugt und mitgenommen hat.

Zum einen gibt es ein Wiedersehen mit Gillian Wetherby aus der Wega-Miniserie. Aus der Anfangszeit der Serie kommend, eckt sie mit ihrem forschen Stil erst an, am Schluss überzeugen ihre Ergebnisse dann aber doch. Ich denke doch, dass die Figur sich gut in der Hauptserie macht, und wäre froh, wenn wir Gillian noch ein paarmal öfter in Aktion sehen können. Das hat Spaß gemacht!

Im zweiten Handlungsstrang erleben wir die titelgebende Telepathische Allianz durch die Augen von Adomeit Schott, dem spätberufenen Waldtelepathen. Die Figur hat durchaus ihr Päckchen zu tragen, aber es kommt im Zusammenspiel mit dem intelligenten Wald einiges an Sense-of-Wonder auf, wobei das Thema natürlich nicht ganz neu ist, aber dennoch einiges an Charme entwickelt. Zum anderen gibt es mit dem Halbposbi Rivel eine interessante Nebenfigur, die durchaus deftigen Humor beisteuert, was dem Ganzen wieder etwas Leichtigkeit gibt.

Die nötige Schwere und Relevanz entwickelt dann schließlich in der zweiten Hälfte des Romans die eigentliche Haupthandlung. Die Vorhut der Chaosmächte bereitet auf nicht sonderlich feinfühlige Art und Weise den Weg für den heranstürmenden Chaoporter FENERIK. Hier zahlen sich dann die Vorbereitungen sowohl von Gillian Wetherby als auch die der Telepathischen Allianz aus. Auch wenn das Drama natürlich nicht ganz ohne Verluste über die Bühne gehen kann. Es bleibt ein bittersüßer Nachgeschmack.

Perry Rhodan hält sich dieses Mal zurück, was der Geschichte sehr gutgetan hat, da die Figur in Bezug auf die fordernde Aufmerksamkeit doch sehr dominant ist, zudem mit einem Augenzwinkern im Auftreten an die Anfangszeit der Serie erinnert und dem Verhältnis zwischen Sichu Dorksteiger und Perry wirklich gutgetan hat.

In Summe hat mir das alles ausgesprochen gut gefallen und ich habe das Heft mit einem sehr guten Gefühl zugeklappt!

Ich bin gespannt, wie es weitergeht und ob Uwe Anton mit seinem kommenden Roman an diese Leistung anknüpfen kann.

Die Punktevergabe

Die Skala ist angepasst und es gibt ein kurzes Video zur Anpassung, falls es jemand genauer wissen möchte. Ab diesem Roman gibt es also neue Perry-Punkte.

Immersion (max. 4 Punkte für einen Roman, der einen die Zeit vergessen lässt): Der Anfang war etwas abrupt und die anfänglichen zwei Handlungsstränge gingen etwas auf Kosten der Immersion, sobald die aber zusammengelaufen sind, hat mich der Roman überzeugt. Ich vergebe hier 3 Punkte.

Der Sense-of-Wonder-Anteil (max. 2 Punkte): Dieser Roman hat eine ganze Menge schöner Elemente, die zwar nicht ganz neu sind, aber immer noch ihren Charme ausspielen können. Mir hat es gefallen und ich vergebe hier 1,75 Punkte.

Die Zyklushandlung (max. 2 Punkte) bzw. der übergeordnete Spannungsbogen: Auch wenn mich der Roman am Ende von seinen Qualitäten überzeugt hat, so ist hier in puncto Ein- und Überleitung zu den vorhergehenden Heften noch Luft nach oben. Ich bleibe hier beim Default: 1 Punkt.

Die Leistung des Autors, d. h. Sprache und Ausdruck (max. 2 Punkte): Dieser Michael Marcus Thurner hat mir am Ende ausgesprochen gut gefallen. Einen minimalen Abzug gibt es für den Anfang und somit 1,75 Punkte.

In Summe sind das respektable 7,5 von 10 neuen Punkten.

Wer neugierig geworden oder vollkommen anderer Meinung ist, dem sei natürlich neben der Lektüre des Romans selbst noch die YouTube-Version der Rezension empfohlen.

Warpskala

Warpskala
7 10 0 1
7/10
Total Score
Markus Gersting

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