Diese Folge ist zwar ganz nett. Dennoch stellt sich hier die Frage, was sie eigentlich soll?
Enorme Irritation
Vor vielen Jahren existierte auf der Insel eine Gruppe von Menschen. Mit einem Mädchen dieser Gemeinschaft freundete sich Kong an. Oft durchstreiften sie gemeinsam die Insel und erlebten zusammen Abenteuer.
Doch bei einem solchen Streifzug stießen sie auf eine Gruppe von riesigen Chameleonartigen Wesen. Und trotz der Warnung des Mädchens griff Kong diese Kreaturen an. Nach einem heftigen Kampf, bei dem auch der Adler mithalf, konnten diese Kreaturen getötet werden. Doch das Mädchen war auf den Riesenaffen sauer und stritt sich mit ihm. Als er dann am Abend seine Wunden im Meereswasser wusch, wurde sein Blut zum Meeresboden hinabgetragen. Wo es den Riesenkraken aufweckte, der schon bald die Menschen angriff.
Ich will ehrlich sein. Ich war von Du bist kein König, du bist nur ein dummes Tier sehr irritiert. Denn es gab hier mehrere Elemente, die am Ende für Fragen sorgten. Jetzt nicht so sehr wegen der Handlung. Sondern mehr, wieso diese Episode überhaupt existierte.
Eine glückliche Phase
Im Grunde genommen wird hier aufgeklärt, was es mit dem Medaillon auf sich hat, mit dem King Kong in Guter Hund traurig interagiert hat. Ebenso erfährt man dann auch am Ende der Folge, wozu es gut sein soll. Aber darum gleich eine ganze Episode aufzubauen?
Es hat fast den Eindruck, als ob diese Folge nur eingebaut wurde, damit die Staffel auf ihre Laufzeit von acht Episoden kommen konnte. Anders lässt sich ihre Existenz nicht erklären. Irgendwie muss im Vorfeld der Produktion aufgefallen sein, dass die aktuell geplante Story, die ja ohnehin schon stellenweise sehr plattgewalzt war, nicht für die anvisierte Laufzeit ausreichen würde. Weshalb dann diese Folge noch eingebaut wurde.
Und so wird hier innerhalb von 23 Minuten Laufzeit versucht, eine Story zu erzählen, die den Zuschauer mitnimmt. In dem man eine glückliche Phase in Kongs Leben sieht. Aber es sind eben auch nur 23 Minuten, um eine Figur ausreichend zu charakterisieren, von der man nie zuvor etwas gehört hat. Und die dann mit Abschluss dieser Episode ebenso nicht mehr von Relevanz ist.
Jede Menge Fragen
Immerhin gelingt es der Folge, die Figur, von der man noch nicht mal einen Namen weiß, ausreichend darzustellen. Sie wird als ein lebenslustiges Mädchen dargestellt, dass ihre Freundschaft mit Kong genießt. Und gleichzeitig auch deutlich vernünftiger und klüger ist als er. Wobei sie als Stimme der Vernunft nicht durch seinen Dickschädel dringt.
Es stellt sich dabei die Frage, wann diese Episode zeitlich gesehen spielt. Man kann nur vermuten, dass sie zwischen dem „Skull Island“-Film und zwischen den Ereignissen von Zeit der Zärtlichkeit stattfindet. Aber wann genau bleibt unklar. Ebenso, was mit den Ureinwohnern der Insel ist, die man noch in dem Film kennengelernt hat und die dann zum Zeitpunkt von Godzilla vs Kong kurz vorher ausgestorben sind. Müssten die hier nicht auch auftauchen? Oder waren sie für die Story nicht von Relevanz?
Es bleiben eben Fragen offen. Und leider sind es ebenso solche, über die man als Zuschauer und Kenner des Monsterverse zwangsläufig stolpert. Genauso, wie man auch darüber stolpert, wie jetzt genau der Krake aufgeweckt wurde.
Was für ein Zufall
Es ist eben schon ein enormer Zufall, dass er ausgerechnet von dem Blut Kongs wach wird, der sich in genau diesem Moment an dieser Stelle im Ozean seine Wunden wäscht. Dabei hat man allerdings nicht den Eindruck, als ob er das zum ersten Mal macht, sondern schon öfters getan hat. Und das hat die Kreatur zu jener Zeit nicht geweckt? Oder waren das dann einfach nur Stellen, die zu weit von ihm entfernt waren? Es stellen sich hier ebenfalls lauter Fragen.
Und dann sind da noch die Animationen. Die anschließend vor allem in den Stellen, wo zusätzlich zu den normal gezeichneten Passagen auch computergenerierte Hintergründe einbauen. Vor allem dann, wenn es heiß her geht. Trotzdem kriegt man dies als Zuschauer immer noch mit und stolpert darüber.
Man kann es drehen und wenden, aber mit dieser Folge hat sich die Serie keinen Gefallen getan.
Info
Drehbuch: Brian Duffield
Showrunner: Brian Duffield
Regie: Danny Araya
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