[Perry Rhodan 3014] Der Feind in mir

Lesezeit circa: 4 Minuten

Zwei Terraner auf der THORA – sie kämpfen gegen unheimliche Gegner

Der Feind in mir
© Perry Rhodan KG

Titel: Der Feind in mir
Autor: Michelle Stern
Titelbild: Arndt Drechsler
Erschienen 24. Mai 2019

An Bord der THORA kämpft man eifrig gegen die eingedrungenen Dancer und Schlafner, die Perry und Bully ans Leder wollen. Überdies versuchen die beiden, die THORA mit Bomben lahmzulegen, damit die Cairaner das Schiff und die Unsterblichen einkassieren können. Natürlich misslingt dies.

Kritik

Die eigentliche Handlung kann man hier mit einigen wenigen Zeilen zusammenfassen, wieder einmal. Ist es spannend? Ja, einigermaßen. Ist es durchdacht? Geht so. Ich mag Michelles Schreibstil, und der Technobabbel hat hier einen guten Stellenwert, ist sinnvoll in die Handlung eingebettet. Kritik erwächst in mir bei einigen Aktionen von Dancer und Schlafner. Die zwei schmeißen mit Organoiden nur so um sich, kommen fast so nebenbei in Positroniken, als seien diese gar nicht gegen Fremdzugriffe gesichert.

Positiv hingegen der Kniff, die beiden zu Opfern der Cairaner zu machen, denn die Antimateriebomben, die laut ihrem Wissen die THORA lahmlegen sollten, reichten zur kompletten Zerstörung des Schiffes aus. Ja, sie laufen zu Perry und Bully über, wie so viele Gegner im Serienverlauf. Dennoch geht mir das alles etwas zu schnell, zu überhastet.

Dazu dann Sachen, bei denen ich mich frage, wie durchdacht diese wirklich sind. Ein Tara-Psi, ein Kampfroboter mit synthetischen Paragaben wie Telekinese und Teleportation. Ähm… Ja… NEIN. Das ist mir too much. Selbst wenn man nur einige wenige Einheiten davon bauen kann. Psikräfte waren und sind oft Handlungskiller, da entweder zu stark oder zu schwach, aber nie passend oder im richtigen Moment vom Autor vergessen. Als Unikat begrüße ich einen solchen Roboter, und hier ist er es, ein Prototyp. Aber da liegt die Crux, Prototyp heißt auch, es sind weitere geplant. Und da wird es inflationär befürchte ich. Aber ich meckere wieder über ungelegte Eier. Entschuldigung.

Bleibt die Frage nach dem Erkenntnisgewinn des Heftes. Wenig, zu wenig, um ehrlich zu sein. Ja, die Technik der THORA wurde uns in Teilen nahegebracht, toll. Reicht mir aber nicht. Wir haben jetzt seit Band 3011 darauf gewartet, dass Bully und Rhodan reden und genau das passiert nicht. Drei Hefte in der Hinsicht mit Leerlauf, zumindest weitestgehendem Leerlauf.

In all den Stunden mit Bully und Rhodan geht Technik etc. vor? Mag ich nicht, ist mir zu künstlich herausgezögerter Erkenntnisgewinn. Da hätte man Perry und Bully besser später aufeinandertreffen lassen sollen.

Sei es drum, Der Feind in mir hat seine starken Momente und diese habe ich genossen. Es war gut, mit einiger Luft nach oben, was aber denke ich eher dem Exposee geschuldet war.

Meine Hoffnungen liegen jetzt auf dem Band der Folgewoche. Möge er uns endlich ein wenig mehr Einblick in die letzten 500 Jahre geben.


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Mario Staas
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Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

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