[Perry Rhodan NEO 221] Ein neuer Feind

Lesezeit circa: 5 Minuten

Celista, Mehandor und ein Fantan – und auf Aarakh Ranton betritt „Ein neuer Feind“ die Bühne.

Ein neuer Feind
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: Ein neuer Feind
Autor: Michelle Stern / Susan Schwartz
Titelbild: Dirk Schulz / Horst Gotta
Erschienen: 06.03.2020

Zur Handlung

Nachdem in NEO 220 das Arkonsystem beleuchtet wurde, erreichen die MAGELLAN und die CREST II Aarakh Ranton. Auf der „zweiten Heimat“ der Arkoniden kämpfen der Imperatrice Emthon V. noch immer treu ergebene Celista um ihr Leben. Einem von ihnen gelingt es, extrem heikle Informationen zu beschaffen. Er flieht mit diesen auf das Gespinst der Mehandor im Orbit, um sie dort Theta zu übergeben. Diese wiederum schafft es mithilfe der Terraner, der Mutanten und eines nicht ganz unbeteiligten Fantan rechtzeitig dort zu erscheinen und sich mit ihm zu treffen.

Die Informationen haben es in der Tat in sich: Zum einen scheinen drei alte Imperatoren „auferstanden“ zu sein. Theta und Perry Rhodan vermuten, dass es sich um Duplikate handelt, welche nun nach der Macht greifen. Zum anderen ist dieses Triumvirat dabei, eine riesige Flotte aufzustellen und mit Transformkanonen auszurüsten. Diese schrecklichen Waffen werden ihnen direkt von Archetz geliefert, dem geheimen Heimatplaneten der Mehandor. Das nächste Ziel für Rhodan und Co. steht also fest.

Titelbild

Ich möchte dieses Mal ein paar Worte zum Titelbild loswerden. Das Bild finde ich erstmal sehr gelungen und auch absolut stimmig, zeigt es doch eine nicht ganz unwichtige Szene aus dem Roman. Es fängt meiner Meinung die aufgeheizte Stimmung gut ein, hat aber auch irgendwie etwas Ruhiges an sich, was vermutlich mit dem Schweben im freien All zu tun hat.

Es gibt jedoch leider ein ABER: wenn schon eine Szene so unmittelbar aus dem Roman abgebildet wird, warum dann nicht mit dem Wesen, welches da wirklich im All schwebt? War der Fantan zu schwierig zu visualisieren? Klar, das ist an sich eine laufende, lebende Tonne. Ich persönlich hätte die Darstellung eines im Raum trudelnden Fantan – vielleicht mit wild schwingenden Pseudopodien – trotzdem noch erheblich schöner gefunden.

Gedanken zu „Ein neuer Feind“

Ich bin schwer begeistert, das war NEO vom Allerfeinsten: spannend von vorne bis hinten, tolle neue Charaktere und am Ende nicht ein, sondern gleich zwei Knalleffekte. Ich habe zwar geahnt, dass die Transformkanone möglicherweise irgendwie eine Rolle spielen wird, schließlich wurden die Pläne damals von Mehandor gestohlen und diese spielen aktuell wieder eine größere Rolle. Allerdings hätte ich das scheinbare Ausmaß so nicht erwartet.

Eine ganze Flotte mit diesen Geschützen wäre dazu geeignet, die komplette Milchstraße zu erobern. Harter Tobak für alle anderen Völker. Dass drei alte Imperatoren auf der Bildfläche erscheinen – augenscheinlich Duplikate, von denen aber keiner weiß, wer sie erschaffen hat – ist nochmal eine weitere Überraschung. Bei „alte Herrscher“ habe ich natürlich irgendwie an diese Möglichkeit gedacht, aber wirklich daran geglaubt habe ich nicht. Ich bin sehr gespannt, wie das aufgelöst wird. Dass einer davon ausgerechnet Atlans alter Herr ist, macht die Lage nochmal brisanter.

Ich muss außerdem unbedingt etwas zu dem Fantan Lawwassatt sagen: BITTE GEBT MIR MEHR DAVON!

Das reicht eigentlich schon, oder?

Na gut, im Ernst: Ich habe seit langem eine neue Figur nicht so schnell ins Herz geschlossen wie diesen Besunjäger. Die Fremdartigkeit seiner Gedankengänge, sein seltsames und ungewollt komisches Verhalten gepaart mit dem an der einen oder anderen Stelle bewusst geschilderten Fantanhumor hat mich umgehauen! Ich bin beim Lesen selten emotional, aber dieser Extraterrestrier hat mich mehrfach laut lachen lassen. Besonders in Kombination mit dem nicht gerade als Fantanfan bekannten Gucky. Ganz großes Kino und wehe ihr Expokraten und Autoren lasst ihn wieder in der Versenkung verschwinden.

Er muss ja kein dauerhafter Hauptcharakter werden, aber ich wünsche mir wohldosierte, gelegentliche Auftritte.

Fazit

Es gab ja schon einige NEOs, die in Kooperation zwischen zwei Autor*innen geschrieben wurden, aber dieser gehört in besagter Kategorie eindeutig unter die Top 3. Michelle Stern und Susan Schwartz haben hier hervorragend zusammengearbeitet. Ich habe tatsächlich während des Lesens versucht herauszufinden, wer welchen Handlungsstrang geschrieben hat, konnte es aber nicht eruieren. Das ist ein sehr gutes Zeichen, finde ich.

Insgesamt war dieser NEO einer der besten unter den guten bis sehr guten NEOs der letzten Monate. Ich war durchgehend gefesselt und fühlte mich extrem gut unterhalten.

Auf die kommende Handlung freue ich mich sehr und bin gespannt auf Archetz – die „Welt der Mehandor“.

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Sven Fesser
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Sven Fesser

Sven ist Perry Rhodan Leser seit Anfang der 90er Jahre, aktuell bei NEO, EA und "klassisch" im Bereich der "Kosmischen Burgen" unterwegs. Er ist bei uns für Perry Rhodan NEO verantwortlich.

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