Spotlight: Alice Krige

Lesezeit circa: 6 Minuten

Alice Krige ist Teil eines illustren und exklusiven Kreises.

Wenn man Blut geleckt hat

Am 28. Juni 1954 kam Alice Krige zur Welt. Ihr Geburtsort war Upington, Cape Province, in Südafrika und ihre Eltern waren Patricia, eine Doktorin der Psychologie und Louise Krige, ein Arzt. Die Familie zog bald nach Port Elizabeth, wo Alice mit zwei Brüdern eine glückliche Kindheit hatte.

Und ursprünglich hatte die Schauspielerin vor, in die Fußstapfen der Familie zu treten und etwas mit Medizin zu machen. So studierte sie zunächst an der Rhodes University in Grahamstown, Südafrika, mit dem Ziel, klinische Psychologin zu werden. Doch dann nahm sie an einer Schauspielklasse an der Universität teil, leckte sozusagen Blut und wechselte das Studienfach. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor of Arts mit Auszeichnung im Fach Drama ab. Danach zog sie nach London, um auf die Central School of Speech and Drama zu gehen.

Ihr Debüt als Schauspielerin gab sie 1976 in dem südafrikanischen Musical Vergeet My Nie, wo sie auch die weibliche Hauptrolle innehatte. Vier Jahre später hatte sie ihren nächsten Auftritt, im BBC Playhouse, wo sie in dem Stück The Happy Autumn Fields auftrat. 1984 hatte Alice Krige dann eine ihrer ersten Rollen im amerikanischen Fernsehen, da sie Teil der Miniserie Ellis Island war.

Eine der Besten

1991 hatte sie dann einen Auftritt in der Horror-Anthologie The Hidden Room. Im selben Jahr wirkte sie in der österreichischen Mini-Serie The Strauss Dynasty mit, als Olga Strauss. Ihr komödiantisches Talent bewies sie ein Jahr später, als sie in Die Chaoten-Spione als Hauptdarstellerin mitwirkte. Scarlet and Black aus dem Jahr 1993 war eine weitere Miniserie, wo sie eine der Hauptrollen innehatte. Einer der männlichen Hauptdarsteller war übrigens niemand Geringeres als Ewan McGregor. 1995 arbeitete sie mit Ben Kingsley zusammen, in der Bibelverfilmung Die Bibel: Josef. Sie stellte dort die Rachel dar.

Es war im Jahr 1996, als sie in Star Trek: Der erste Kontakt mitwirkte. Sie schauspielerte niemand Geringeres als die Borg-Königin, die Antagonistin des Kinofilms. Sie konnte dabei durch ihre unglaubliche Präsenz beeindrucken, mit der sie auf Augenhöhe mit einem Patrick Stewart mithalten konnte. Alice Krige war in diesem Film eine der besten Gegenspielerinnen in der Star Trek-Historie. Es war ihr bis dato kommerziell erfolgreichster Kinofilm.

1999 hatte sie eine Rolle in der Biografie Molokai: The Story of Father Damien. Ein Jahr später stellte sie in der amerikanisch-niederländisch-deutschen Produktion Der kleine Vampir Freda dar. 2001 war sie in Attila: Der Hunne Placida.

Alice Krige

Und immer wieder die Königin

Und in demselben Jahr spielte Alice Krige erneut die Borg-Königin. Das war in der finalen Folge von Star Trek – Voyager, Endgame. Damit war sie eine von nur fünf Trek-Schauspielern, die dieselbe Rolle zuerst im Film und dann auch im Fernsehen darstellte. Die anderen waren James Cromwell, Jeremy Roberts, Boris Lee Krutong und Jack Shearer. Ebenso ist sie neben Ricardo Montalban der einzige berühmte Gegenspieler, der seine Rolle wieder wahrnahm.

Interessanterweise hätte es genauso gut geschehen können, dass die Schauspielerin Susanne Thompson die Borgkönigin darstellte. Denn sie hatte diese Rolle in allen bisherigen Auftritten in der Star Trek – Voyager-Serie dargestellt. Doch auf Grund eines Schedulekonflikts übernahm schließlich Alice Kriege wieder den Charakter, für den sie so berühmt geworden war. Und sie sollte diese Figur auch in dem Videospiel Star Trek – Armada II sprechen, das ebenfalls 2001 herauskam.

2002 war sie in der Miniserie Dinotopia Rosemary Waldo und stellte ein Jahr später in Children of Dune Lady Jessica Atreides dar. Sie sollte diesen Charakter ursprünglich schon 2000 in der ersten Dune-Minifernsehserie darstellen, musste jedoch wegen eines Schedulekonflikts absagen. Als ihr damaliger Ersatz, die Darstellerin Saskia Reeves, dieses Mal auf Grund einer Schwangerschaft ihrerseits die Anfrage ausschlagen musste, konnte Alice Krige allerdings die Rolle annehmen. Und ein Jahr später spielte sie erneut die Borg-Königin, in Star Trek: The Experience – Borg Invasion 4D. Das war dann auch das letzte Mal, wo das passierte.

Ein Schauspielmultitalent

Im Jahr 2005 konnte sie in der Krimiserie Deadwood für fünf Folgen die Maddi darstellen. Und 2006 war sie in der SciFi-Serie 4400 – Die Rückkehrer in dem Zweiteiler Gone Sarah. 2009 stellte sie in der Verfilmung von Robert E. Howards Charakter Solomon Kane Katherine Crowthorn dar. Übrigens wirkte auch Max von Sydow in diesem Film mit.

In der zehnten Season der britischen Krimiserie Spooks – Im Visier des MI5 war Alice Krige 2011 in allen sechs Folgen Elena Gavrik. 2013 hatte sie in der Comicverfilmung Thor: The Dark Kingdom eine kleine Rolle als die asgardische Ärztin Eir. Und 2015 war sie in der dritten Staffel der britischen Serie The Syndicate eine der Hauptdarstellerinnen. Zwischen 2014 und 2015 war sie Teil des Maincasts der amerikanischen Fernsehserie Tyrant, wo sie Amir Al-Fayeed darstellte.

2017 nahm sie ihre Rolle aus Der Kleine Vampir wieder auf. Dieses Mal sprach sie diese allerdings in einem gleichnamigen Trickfilm. Zwischen 2016 und 2019 war sie ein wiederkehrender Charakter in der Mystery-Serie The OA. Neunmal konnte man sie in dieser Zeit als Nancy Johnson sehen. 2019 war sie auch in Carnival Row zu bewundern, wo sie sechsmal Haruspex war. Hauptdarsteller dieser Fantasy-Reihe ist übrigens Orlando Bloom. Zuletzt trat sie zweimal in der Mystery-Serie Die Einkreisung als Elizabeth Cady Stanton auf. Es handelt sich im Übrigen um eine Fernsehserie, in der Daniel Brühl die Hauptrolle inne hat.

Alice Krige ist seit 1988 mit dem Drehbuchautor und Regisseur Paul Schoolman verheiratet. Und auch wenn das Paar ein permanentes Zuhause in den USA hat, verbringt es viel Zeit unterwegs. Es ist unklar, ob die beiden Kinder haben.

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Götz Piesbergen
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