Review: Star Trek TNG 91 – Augen in der Dunkelheit

Lesezeit circa: 4 Minuten

Eine Raumanomalie sorgt für Halluzinationen und Wahnvorstellungen.

Augen in der Dunkelheit – Night Terrors
Staffel 4 – Episode 17

Inhalt

Die Enterprise gerät in eine Raumanomalie, die es ihr unmöglich macht, die Position zu wechseln. Kurz zuvor fand sie das Föderationsschiff Brattain, das es in dieselbe missliche Lage verschlagen hat und dessen gesamte Besatzung – abgesehen von einem Betazoiden – tot ist. Es scheint, als hätte sich die Crew gegenseitig umgebracht. Kurz darauf beginnt die Besatzung der Enterprise unter Halluzinationen zu leiden. Nur Deanna Troi und Data sind davon nicht betroffen. Als Ursache dafür stellt sich heraus, dass sie alle, außer dem Counselor, im Schlaf nicht mehr träumen. Zusammen mit Data versucht sie einen Weg zu finden, ihre Kameraden zu retten, bevor sie ihren Verstand verlieren …

Fazit

Von vielen wird Augen in der Dunkelheit als eher langweilige Folge betrachtet, vor allem da die Crew hier in wahrsten Sinne des Wortes ziemlich schläfrig wirkt. Außerdem dauert es eine Weile, bis sich langsam aufklärt, was eigentlich vor sich geht. In der Zwischenzeit wird der Zuschauer lediglich mit den teilweise recht beunruhigenden Halluzinationen der Crew bei der Stange gehalten. Die schlussendliche Erklärung der Ereignisse ist auch nur recht schwer nachvollziehbar, es wird nicht wirklich befriedigend erklärt, wie diese geheimnisvolle Raumanomalie funktioniert.

Auch von der technischen Seite her ist nicht alles perfekt: Die Traumsequenzen, in denen Troi durch einen grünen Nebel schwebt, sehen nicht gerade spektakulär aus und wirken recht billig gemacht. Zu bemängeln ist auch, dass für die Brattain kein neues Schiffsmodel gebaut und dafür nur ein altes Modell der aus dem Kinofilm Star Trek II bekannten Miranda-Klasse recycelt wurde.

Was die Episode aber trotzdem interessant macht, ist die Idee, dass außerirdische Wesen Träume als Medium benutzen, um um Hilfe zu rufen. Die Wesen sind sich nicht bewusst, dass ihre Versuche, mit der Enterprise-Crew zu kommunizieren, dazu führen, dass sie eben nicht mehr zu träumen vermögen und stattdessen im Wachzustand Dinge sehen und erleben, die nicht real sind. Dies führt zu einigen durchaus bemerkenswerten Szenen, zum Beispiel als Worf versucht, Selbstmord zu begehen, da er Furcht empfindet, und in letzter Sekunde von Troi abgehalten wird oder die Szene, in der die Decke des Turbolifts scheinbar hinuntergleitet und den panischen Captain Picard wie eine Fliege zu zerquetschen droht.

Augen in der Dunkelheit

Von der zweifellos gruseligsten Halluzination wird Dr. Crusher heimgesucht, als sie im Frachtraum die zugedeckten Leichen der Brattain untersucht, welche dann plötzlich aufrecht auf ihren Betten sitzen. Und auch Jonathan Frakes Darstellung eines völlig übernächtigten Commander Riker wirkt sehr überzeugend.

So ist Augen in der Dunkelheit eine Folge, die ihren schlechten Ruf nicht ganz verdient hat, da sie einige durchaus interessante Einlagen zu bieten hat, auch wenn sie inhaltlich tatsächlich nicht gerade dadurch besticht, übermäßig spannend zu sein. Trotzdem kann man der Episode ruhig eine Chance geben. Auch wenn sie definitiv nicht zu den Highlights der Serie gehört, beweist sie doch, dass TNG in der vierten Staffel erwachsener geworden ist, da die Folge runder läuft als die thematisch ähnliche Episode Gedankengift aus der ersten Staffel, der man nur zu deutlich ansah, dass sowohl die Schauspieler als auch die Macher hinter den Kulissen noch nicht aufeinander eingespielt waren. Sie ist sogar ein wenig lehrreich, da sie die existenzielle Bedeutung von Träumen für die geistige Gesundheit des Menschen demonstriert. Von daher kann man der Folge eine durchschnittliche Bewertung zugestehen, da man von ihr 45 Minuten lang solide unterhalten wird.


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