[Perry Rhodan 298] Amoklauf der Schläfer

Lesezeit circa: 3 Minuten

Sie durchbrechen den Sperrriegel der Superfestung – und geraten in die Kammern des Grauens.

Amoklauf der Schläfer
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: Amoklauf der Schläfer
Autor: H. G. Ewers
Titelbild: Johnny Bruck
Erschienen: 1967

Eine kurze Zusammenfassung

Endspurt im Meister der Insel – Zyklus. Gucky und Gefolge treffen auf den Hathor Tengri Lethos. Ein recht mächtiges Wesen mit technischen Machtmitteln der Extraklasse. Und dennoch nahezu rührend hilflos auf seine Weise.

Nebenbei wird die Superfestung Tamanium von den Terranern erstürmt und Trinar Molat, Faktor II der MdI, findet sein unrühmliches Ende.

Tengri Lethos

Wir befinden uns auf der Zielgerade des Zyklus. Und statt sich auf die Handlung zu konzentrieren, biegt Ewers in eine Nebenhandlung ab. Muss ich nicht verstehen. Kann man aber machen.

An Tengri Lethos stört mich bis heute seine zumindest technische Überlegenheit, die er zu keiner Zeit wirklich ausspielt. Weil ihm seine hohe Moral (die natürlich zufällig den irdischen Werten entspricht) im Wege steht. Da hat Ewers etwas zu dick aufgetragen. Andererseits waren dies die späten 1960er-Jahre und alles außer einer absoluten Superlative unerwünscht.

Das Potenzial, welches Tengri Lethos innewohnte, durfte Ewers leider zu keiner Zeit ausspielen. Schade und gut zugleich. Zumindest hat Ewers so das Problem eines drohenden Genozids der Maahks an den Tefrodern entschärft. Hut ab dafür.

Gemecker und Lob und der Amoklauf der Schläfer

Tamanium. Die oberste Superfestung der Meister der Insel. Der letzte „Oh, fuck“-Button. Die letzte Superwaffe. Und für deren Schutzschirm reicht bereits eine Korvette mit 50 Transformbomben? Wie bitte? Bei 50.000 Bomben hätte ich dies ja noch halbwegs gekauft. Aber 50 läppische Knallkörper knacken bereits einen Superschirm einer Superfestung?

Auch die wiedererweckten Schläfer lassen mich zum Facepalm greifen. Da hat man 5000 der besten lemurischen Wissenschaftler an der Hand. Und weckt sie als Ablenkungsmanöver, um den Terranern zu entkommen. Ja zum Geier, mit dieser geballten Intelligenzversammlung hätte man bereits nach dem Tod des ersten MdI gegen die Terraner vorgehen können. Ja sogar müssen.

Ein Ass im Ärmel ist ja toll, aber wenn man es zu lange zurückhält, nutzt es auch nichts mehr. Da hilft dann auch nicht mehr die an sich nicht falsche Idee mit dem Amoklauf der Schläfer. Das lässt mich nur kopfschüttelnd zurück.

Lobend muss man den Roman nicht erwähnen, zu viel Seltsames trübt das Lesevergnügen. Dennoch schafft es Ewers, langsam seinen eigenen Stil zu finden und kopiert hier nicht mehr in jeder Zeile und jedem Satz Altmeister Scheer. Spannung kam gelegentlich auch auf. Dennoch, für den Finisher eines Zyklus war mir das weit zu wenig durchdacht.

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Mario Staas

Mario Staas

Mario ist Jahrgang 1974 und seit Ewigkeiten Perry-Rhodan-Leser. Er liest die komplette Reihe gerade zum dritten Mal und lässt uns daran teilhaben.

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