[ENT 015] Im Schatten von P’Jem

Lesezeit circa: 4 Minuten

In „Im Schatten von P’Jem“ werden Archer und T’Pol von Rebellen gefangen genommen, doch die Andorianer kommen zur Hilfe.

Staffel 1, Folge 15 – Oktober 2151
„Im Schatten von P’Jem“ – „Shadows of P’Jem“

Die Handlung

Im Schatten von P'Jem
Archer und T’Pol in Gefangenschaft.

Aufgrund der Ereignisse im Kloster von P’Jem, soll T’Pol von der Enterprise abgezogen werden, doch Archer nimmt sie mit auf eine Mission nach Coridan und möchte die Zeit dort nutzen, um mit ihr zu reden. Doch auf Coridan werden die beiden von einer Gruppe Rebellen gefangen genommen. Diese lehnen sich gegen den Einfluss der Vulkanier auf. Trip und Reed versuchen, die beiden wieder zu finden, obwohl der Kommandant des vulkanischen Schiffes Ni’Var es ausdrücklich verbot.

Unverhofft treffen Trip und Reed auf die Andorianer, welche mit dem Aufstand in gewisser Hinsicht etwas zu tun haben. Unter ihnen ist auch Shran, welcher denkt, dass er noch in der Schuld von Archer stehe. Somit hilft er bei der Befreiung von Archer und T’Pol. Im Lager der Rebellen kommt es zu einem Feuergefecht zwischen Vulkaniern, Rebellen und Andorianern. Shran gelingt die Befreiung der beiden und erklärt, dass seine Schuld hiermit beglichen sei. Doch es fällt noch ein Schuss auf den vulkanischen Kommandanten Sopek, welcher allerdings von T’Pol abgefangen wird. Sie wird auf die Krankenstation der Enterprise gebracht. Sopek will aufgrund dieser Tat mit dem Oberkommando reden und T’Pol verbleibt fürs Erste auf der Enterprise.

Kritik

Ich beginne mal mit der Handlung. Leider ist sie hier erneut etwas dünn. Es kommt ein kurzer Prolog, dann eine Geiselnahme. Während der Geiselnahme erfolgen uninteressante Dialoge zwischen Archer und T’Pol. Und diese Busen-Nummer… Auch hier ein erneut gescheiterter Versuch, mit „Sex“ zu verkaufen. Das ist ähnlich übers Ziel hinaus geschossen wie die „De-Con-Szenen“. Allmählich nerven derartige Versuche. Nach dieser peinlichen Nummer erfolgt die Rettung und eine Schlussszene. Alles recht „alter Käse“.

Gehen wir weiter zu den Auftritten und dem Schauspielerischen. Jolene Blalock kann erneut punkten und scheint wirklich vollständig in ihrer Rolle als T’Pol angekommen zu sein. Sie kann überspitzen, lügen und so manch andere Dinge, von denen man weiß, dass Vulkanier sie nicht tun würden. Zumindest offiziell. Andererseits sind andere Darsteller wieder im Hintergrund. Mayweather ist erneut stummgeschaltet und auch sonst erfährt man dieses Mal recht wenig Neues. Ganz großes Kino präsentiert mal wieder Jeffrey Combs (Shran), denn er überzeugt auf ganzer Linie. Auch wenn er mal wieder nur eine Gastrolle hat.

Die Storyline ist so ziemlich das Beste bisher an dieser Serie. So etwas hat man zuletzt bei „Deep Space 9“ gesehen. Hier werden erneut die Andorianer aufgegriffen und das sogar bezugnehmend

Im Schatten von P'Jem
Shrans Schuld ist beglichen.

zu einer vorherigen Folge. Ich spreche hier von „The Andorian Incident„. Deshalb auch der Titel „Shadows of P’Jem“. Also bisher haben wir in dieser Serie den andorianischen Handlungsstrang, den Klingonischen- und den Temporalen Kalten Krieg. Super, wie hier immer mal wieder ein Strang aufgegriffen und in das Gesamte verflochten wird.

Fazit

Gesteigerte schauspielerische Leistung, tolle Storyline, doch leider zu langweiliger Inhalt.

Fun-Facts

  • Coridan wurde in TOS schon erwähnt. Dort steht die Aufnahme in die Föderation zur Debatte („Reise nach Babel“, Staffel 2, Folge 15).

 

Der deutsche Titel

Hier muss ich zuerst auf den Originaltitel eingehen. „Shadows of P’Jem“ ist einer der besten Titel, die bisher gewählt wurden. Denn hier wird der Bezug zur Folge „The Andorian Incident“ hergestellt. Im Deutschen hat man sich für „Im Schatten von P’Jem“ entschieden. Fast perfekt. Klar, auf den ersten Blick eine Übersetzung, aber wenn man etwas kleinlicher ist, bemerkt man, dass man das „Im“ besser hätte weglassen sollen. Denn „Im Schatten von P’Jem“ klingt eher nach einem Buchtitel oder einer Plakat-Aufschrift. „Schatten von P’Jem“ hätte bessere Dienste geleistet und wirkt etwas düsterer. Aber gut, man kann es natürlich auch übertreiben.

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Martin Kistner

Martin ist Jahrgang 1988 und neben seiner Leidenschaft für Star Trek auch Gamer, Modellbauer und Autor.
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Martin ist Jahrgang 1988 und neben seiner Leidenschaft für Star Trek auch Gamer, Modellbauer und Autor.

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