[DSC 020] Die Heiligen der Unvollkommenheit

In „Die Heiligen der Unvollkommenheit“ macht sich die Crew der Discovery auf die Suche nach Tilly.

Staffel 2, Folge 5 – Sternzeit
„Die Heiligen der Unvollkommenheit“ – „Saints of Imperfection“

Die Handlung von „Die Heiligen der Unvollkommenheit“

Während Stamets sich Gedanken um den Verbleib von Tilly macht, erreicht die Discovery das Shuttle von Spock. Sie holen das Shuttle an Bord, doch „Captain“ Georgiou steigt aus. Sie gibt sich als Mitglied von Sektion 31 zu erkennen. Nach einem kurzen Gespräch mit ihrem Vorgesetzten darf Georgiou ihren Weg fortsetzen. Leland, ein alter Freund von Pike und Leiter der Sektion 31, stellt noch einen Verbindungsoffizier für die Discovery ab. Hierbei handelt es sich um den erst kürzlich rekrutierten Ash Tyler, der Burnham natürlich überhaupt nichts erzählen darf, wieso und weshalb er dort ist und sein Tod inszeniert wurde. Pike fällt auf, dass Burnham mehr wissen muss und stellt sie zur Rede, diese vertröstet den Captain aber.

Stamets findet heraus, dass Tilly im Myzelnetzwerk sein muss. Er entwickelt einen Plan, wie er Tilly retten kann. Er will einen halben Sprung ins Netzwerk ausführen, wodurch ein Teil der Discovery im Myzelnetzwerk ist und der andere Teil im normalen Raum. Dies ist nicht ohne Risiken, da die Sporen im Myzelnetzwerk unbekannte Materie in Energie umwandeln und dies auch mit der Discovery tun werden.
Mae erklärt Tilly im Myzelnetzwerk indes, dass ihre Spezies von der Auslöschung bedroht ist. Als die Discovery eintrifft, geht Tilly mit Mae an Bord um Hilfe im Kampf gegen das Monster zu suchen, doch dies ist ihnen gefolgt. Stamets und Burnham stoßen auf Tilly und Mae, die sie nun auch sehen können und schließen sich der Suche nach dem Monster an – es ist Hugh Culber. Burnham entdeckt, dass Dr. Culber die Sporen nicht angegriffen hat, sondern sich nur gegen das Zersetzen verteidigt hat. Nur mühsam gelingt es Tilly Mae davon zu überzeugen, dass er keine Gefahr ist. Noch schwieriger hat Tilly es am Ende Mae davon zu überzeugen, dass sie Culber gehen lässt, in dem sie ihren Kokon auf der Discovery und damit ihr Band zu Tilly opfert.

Die Discovery wird dabei immer schwerer beschädigt und kann wohl nicht mehr aus eigener Kraft entkommen. Tyler setzt sich mit Sektion 31 in Verbindung und fordert Hilfe an. Es erscheint ein Asteroid, der sich als Schiff entpuppt und die Discovery mit einem Traktorstrahl stabilisiert, bis sie wieder zurückspringen kann. Bei einem Meeting an Bord des Schiffes von Sektion 31, unterrichtet Admiral Cornwell Leland und Pike über neue Erkenntnisse. Das Signal am Asteroiden (siehe Folge „Bruder“) hinterließ eine Spur von Tachyonen – was auf Zeitreisen, eine Tarnvorrichtung oder einen Transporter hindeuten kann – oder etwas ganz anderes. Admiral Cornwell ermahnt beide dazu, sich zusammenzureißen und zusammenzuarbeiten. Mister Spock ist die einzige Verbindung zu den Signalen und muss gefunden werden.

Die Heiligen der Unvollkommenheit
Captain Pike spricht mit Agent Leland ©CBS
Kritik

Mal ganz ehrlich, so langsam übertreibt ihr mit dem „Spock-teasen“. Ich müsste jetzt nachzählen, aber wenigstens eine Szene habe ich sofort präsent, wo wir auf Spock warten und jemand anders kommt an Bord. Spannung aufbauen schön und gut, aber so ist das schon eher Hinhaltetaktik. Hat Ethan Peck einen Vertrag für nur fünf Folgen?

Und damit kommen wir dann auch gleich zu Sektion 31. Georgiou zeigt Pike und Burnham ihr Abzeichen und die erkennen es direkt als Sektion 31. Tyler sitzt sogar mit seinem Abzeichen frei sichtbar rum. War Sektion 31 in DS9 und ENT noch eine komplett unbekannte Geheimorganisation, die weder Büro noch Aufzeichnungen hat, hat sie hier sogar ein eigenes Abzeichen und scheint ja auch gut bekannt zu sein. Eigene Schiffe, die sich mit einer Holotechnologie tarnen können, die Abzeichenkommunikatoren die erst 100 Jahre später in TNG auftauchen und diese Drohne aus der Folge Lichtpunkt – das sind alles Dinge, die ich regelrecht erwarte von Sektion 31. Aber nicht, dass sie Rechenschaft ablegen und jemand wie Tyler, dessen Überleben sicherlich geheim sein sollte, denn das hält ja die Marionette L’Rell überhaupt an der Macht. Ich bin sehr gespannt, wie man erklären will, dass Sektion 31 später wieder im Verborgenen arbeitet. Eventuell wird sie verboten, ja, aber das heißt ja nicht, dass nicht bei irgendwem die Glocken läuten würden, 100 Jahre später, wenn man den Namen erwähnt. Ich verstehe wirklich nicht, wie man sich solche Mühe geben kann, vergangene Fehler auszubügeln und dann einen noch größeren obendrauf packt. Aber gut. Warten wir mal ab.

Die Geschichte um Tilly wird immerhin schnell und nicht erst in der nächsten Staffel aufgelöst. Dass Dr. Culber dieses Monster ist, war zwar mein erster Gedanke, denn ich hatte schon bei der Ankündigung seiner Rückkehr gedacht, dass er sicherlich irgendwie ins Myzelnetzwerk gelangt ist, aber die Wiedervereinigung von ihm und Stamets ist einfach super. Wilson Cruz und Anthony Rapp haben noch nie so harmoniert wie hier, speziell die Szene, in der Culber Stamets bittet, ihn zurückzulassen, war Emotion pur.

Emotionen sah man auch bei Burnham. Speziell in den Interaktionen mit Tyler und Georgiou. Die positiven Gefühle für Tyler, die negativen Gefühle für Georgiou. Sie traut der Person nicht, die sie erst in unser Universum geholt und dann laufen lassen hat. Da ist sicher noch Zündstoff drin. Und auch Tilly und Mae haben einen emotionalen Moment. Warum Mae aber ausgerechnet Tilly gewählt hat, wird nicht klar.

Grandios finde ich die Reaktion von Pike auf Tyler. Er traut ihm nicht und lässt ihn das auch spüren. Die Reaktion von Stamets ist mir aber zu einfach gehalten. Einmal schlucken und weiter im Text. Das ist der Typ, der die Liebe deines Lebens getötet hat und du bist kein Vulkanier. Schlag ihn nieder.

Am Ende bleibt eine unterhaltsame, emotionsgeladene Folge. DSC scheint langsam in Fahrt zu kommen und einen eigenen Weg zu finden. Die Hektik, Schnitte und Szeneriewechsel sind heutzutage halt leider Standard. Daran muss man sich erstmal gewöhnen – an inhaltliche Fehler aber nicht.

Funfacts
  • Tillys Kopfwunde ist verschwunden – seit der letzten Folge sind aber nur wenige Stunden vergangen
  • Pike sagt „Ist aber schon ein paar tausend Lichtjahre her“ als es darum geht, wie lange er Georgiou schon kennt
  • In einer Szene sitzt Tillys Abzeichen auf der falschen Seite
  • Dies ist die erste Folge in der alle im Vorspann genannten Personen auftreten
  • Nhan trägt eine Frauenversion der DSC-Uniform
Der deutsche Titel

Die Heiligen der Unvollkommenheit ist die wörtliche Übersetzung vom englischen Titel.

Steady

Marco Golüke

Marco ist Jahrgang 78 und mit Star Trek, Star Wars, Galaxy Rangers, Babylon 5 und was es nicht noch alles gibt groß geworden. Er ist der Gründer, Chefredakteur und Herausgeber dieses Magazins und kümmert sich somit auch um alles Organisatorische. Nebenbei schreibt der Familienvater auch noch Kinder- und Kurzgeschichten.
Marco Golüke

Marco Golüke

Marco ist Jahrgang 78 und mit Star Trek, Star Wars, Galaxy Rangers, Babylon 5 und was es nicht noch alles gibt groß geworden. Er ist der Gründer, Chefredakteur und Herausgeber dieses Magazins und kümmert sich somit auch um alles Organisatorische. Nebenbei schreibt der Familienvater auch noch Kinder- und Kurzgeschichten.

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