[Perry Rhodan 3072] Der Ilt muss sterben!

Lesezeit circa: 10 Minuten

Gucky auf der Ausweglosen Straße – und im Bann des cairanischen Para-Schocks.

Der Ilt muss sterben!
© Pabel-Moewig Verlag KG

Titel: Der Ilt muss sterben!
Autor: Leo Lukas
Titelbild: Arndt Drechsler
Erschienen: 03.07.2020

Zur Handlung

Am 06. Juni 2046NGZ gelang der THORA die Zerstörung der Geheimwerft in Xirashos Tiefen, wovon Bull per Hyperfunk am 13. Juni genauer informiert wird. An diesem Datum ist die THORA an der Ausweglosen Straße Irrsal im Shatsanasystem angekommen und observiert gemeinsam mit LfG-Einheiten vor Ort.

Ein kleiner Trupp um Atlan kann schließlich an Bord gelangen und sich im Laufe des folgenden knappen Tages orientieren und Gucky suchen. Man erfährt, dass auch die beiden Tomopaten wieder als Guckys Hescher mitmischen. Von Cairanern rund um den Vital-Navigator erfragt man sich Guckys genauen Aufenthalt. Doch man kommt gleichzeitig mit Ly und Genner an und die unbewacht zurückgelassenen Cairaner lösen einen enormen Para-Schock aus. Von diesem halb betäubt und orientierungslos taumelt Gucky aus seinem Verwahrort heraus und gerät in die Fänge der Tomopaten, die ihn vor den Augen Atlans brutalstmöglichst zerstückeln, um im wütenden Gegenfeuer selber zu fallen. Der Ilt muss sterben!

Die Drei Ultimaten Beobachtungen

1. »Ich kann und will das nicht akzeptieren.«

So Reginald Bull im Epilog „Kondolenz per Hyperfunk“ gegenüber Atlan, dem Überträger der Todesnachricht. Und so auch ich gegenüber der zum Schluss splatteresken Inszenierung von Guckys Tod. Das auch deshalb, weil wir hier von einem des „sakrosankten Quintetts“ reden, den mit K. H. Scheer, Ernst Vlcek und Robert Corvus schon viele vergeblich haben umbringen wollen. Und wer sind schon die Tomopaten gegen diese drei Autoren?

Selbst vor Perry Rhodan machten diese Mordsbuben nicht halt. Kaum den expokratischen Staffelstab übernommen, ließ Uwe Anton uns in 2532 Tod eines Maahks auch Rhodans körperlich offensichtlichen Tod vortäuschen, der in 2533 seelenwandernd zur Reise in die Niemandswelt wurde. Seither ist der Risikopilot wieder unterwegs in Raum und Zeit.

Und unter der taufrischen Ägide amtierender Expokratur schien auch Guckys bester Freund Bully hinter den Ereignishorizont geraten und fand in 2706 sein Sternengrab. Vermeintlich, denn nach überlangen 42 Wochen (also rund 10 Monaten) rematerialisierte der Totgeglaubte wieder in 2748 Die Himmelsscherbe.

Selbst Gucky war dem Tode nahe und lag mit ungewissem Ausgang über zwei Jahre im Koma (2700 Der Techno-Mond). Und als er doch wieder erwachte, war er ein ganz anderer geworden…

In den letzten gut sieben Realjahren wurde aus der Riege der Relativunsterblichen, die uns über hunderte von Heften begleitet haben, nur Ronald „der Smiler“ Tekener umgebracht. Anekdote: Nach abendlich mitgerissener Lektüre von 2722 Altin Magara war ich nachts wach und grübelte ZWEI STUNDEN LEBENSZEIT LANG über Auswege für Tek. Nützte nichts, auch er hatte Nur 62 Stunden (2723) Zeit. Und sein Tod schlug ein. Da gab’s auch tüchtige Diskussionen, leserbriefweise Ausführungen auf der LKS und noch sicher ein Jahr später spitze bis verbitterte Kommentare hierzu. Doch der Galaktische Spieler starb als USO-Spezialist im Einsatz, war mittendrin statt nur dabei, hatte seinen Feind und Mörder vor Augen und konnte im letzten Moment noch sein rufnamensgebendes legendäres Lächeln aufsetzen – stilechter Abgang noch so bitter!

2. Wie es wirklich war…

Dies ist freilich EINE Fantheorie und nicht mehr! Außer die Expokratie würde sie bestätigen… (was m.E. nach Verfassen dieser Zeilen noch am Samstag, 04. Juli geschah, siehe Fazit)

Kurzum: Der Ilt musste nicht sterben, weil er nie starb, sondern nur sein Klon! Gucky ist wozu auch immer in den Außenhänden der Cairaner, während sie die Galaxis glauben lassen, ihr Retter des Universums sei tot und mit ihm alle Hoffnung auf Rettung.

Der ausgelöste Para-Schock der nur zu unpassend und militärisch fahrlässig bis selbstmörderisch idiotisch unbewacht in ihrem Quartier zurückgelassenen Cairaner ist bloße Vortäuschung. Nicht der Multimutant Gucky sollte damit wie ein Schwein auf der Schlachtbank psiunfähig zerlegbereit für die Tomopaten präpariert werden. Nein! Dass er bloß ein Klon ist, der genauso psiunfähig ist wie Corey aka Ribald Corellos Klon im fernen Villanova, sollte damit übertüncht werden!

Ich hatte es in meiner Rezension fahrlässigerweise nicht benannt, aber mich beim Lesen schwer gewundert: Von den Tomopaten eigentlich schon betäubt nach seiner Entführung vermochte Gucky quasi instinktreaktiv trotzdem noch unbewusst enorme Paragaben zu entfesseln – und in seinem zeitweisen Aufenthaltsraum Zerstörungen anzurichten. Derer wird Atlan dann auch ansichtig – wird alles rückblickend überdeutlich erwähnt. Lesart 1: Genau deswegen paraschocken die Cairaner ihn jetzt übermäßig extrem. Lesart 2: Selbst parageschockt hätte Gucky demnach noch instinktiv irgendwas hinbekommen können, was er als Klon aber gar nicht erst konnte.

Hinzu solch beiläufige Fragen: WOZU ZUM CHAOTARCHEN sollte man Gucky nicht sofort auf der asaranischen Konferenzwelt ermorden in dem Moment, als die Parasitärteleporter ihn berühren? Statt rumzuhopsen einfach mal abdrücken und aus die Maus. Dass seither rund zwei Wochen vergangen sind (Ende Mai/Anfang Juni Guckys Entführung und am 14. Juni sein Tod) ohne auch nur irgendeine für Geiselnehmer typische Forderung zu stellen, ist doch schon supernovagrell auffällig. In dem Zeitraum lassen sich aber gewiss Klone (falls nicht der erste Klon optimal hinhaut) züchten, mittels Macairun/Gedankenhaken instruieren und an Ort und Stelle der Inszenierung verfrachten.

3. Offene Fragen

Falls ich irre, ist sowieso alles anders – v.a. aber Guckys Abgang erbärmlich! Der hyperaktivste aller Charaktere soll in betäubter Passivität seiner Psihochbegabung beraubt wehrlos abgeschlachtet worden sein. Weder Hauptperson noch bis auf den kurzen sang- und klanglosen Auftritt Handlungsträger im allerletzten Roman. Nur warum und wozu das alles? Wieso seinen Tod inszenieren? Was soll das den Cairanern nutzen, wenn sie ihn als Original noch haben, jedoch keiner mehr davon weiß? Soll Atlan vom Gesehenen aufgestachelt nun rachsüchtig kopf- und extrasinnlos werden und sich ungesehen aller Gefahren in den Rachefeldzug werfen?

Unsinn! Man hätte reichlich problemlos Atlan sowohl auf der Konferenz zur Physik des Friedens
als auch in Xirashos Tiefen (s.u.) abpassen und ergreifen können. Die Space-Spatzen pfiffen es doch von allen Kometen, dass die Cairaner ihres Supramentums und letztlich des Trajekts wegen Atlan resp. seine Ritteraura bräuchten. Und weil sie diese schon zweimal hätten haben können, spielt man „Fang den Ilt“, um nun erst den kopflosen Beuteterraner ins offene Messer rennen zu lassen? Gelinde gesagt: Umständlich!

Oder spielte man „Fang den Arkoniden“, den man von A nach B lotste und Gucky der „Depp“ war, der hinterherlief, bis es zu spät war? Im (schon damals von mir beklagten) naivsten gutmeinenden Irrglauben, Neseeses warme Worte entsprächen der Wahrheit und nichts als der Wahrheit. Diese hatte all das IM VERTRAUEN Gucky ausgeplaudert – wer’s glaubt.

Misstrauen

Je mehr ich von den Machenschaften der Cairaner lese, die mich zunehmend an die Cairhiener und ihr Daes Dae’mar, ihr Gropes Spiel der Häuser erinnern, desto cairanischer werde ich und wittere überall Hintertrieb, Verrat und doppelte Böden.

Das nicht nur bei Gucky, sondern – ja! – auch bei Atlan! Letzte Woche Xirashos Tiefen am Ende die große Absicht, bekommen wir hier nur en passant „Only tell, don’t show“ mitgeteilt: Ja, die Werft in Xirashos ist zerstört. Gerade so die Klaustrophobie überlebt, Timberlan ist tot; die THORA angeschlagen, 1000 Verletzte größtenteils in Medotanks; selbst Atlan verletzt. So viel erfährt Bully sinngemäß durch unpassend redseligen Kommandanten Bendisson, der als ruhig bis schweigsam bekannt ist. Später im Einsatz von Atlan zu diesem relevanten Teilerfolg kein Wort mehr. Ich fürchte, mir schwant und graut, dass dieser angebliche Einsatz gegen Xirashos Tiefen nicht so endete, wie es Bully rapportiert worden ist.

Schlugen die Cairaner und eine ihrer Fallen zu, ergriffen sie Atlan beim Versuch der Sabotage und drehten ihn um oder ersetzten auch ihn gar durch einen Klon? Ließen sie Timberlan sterben, weil von ihm keine klonbaren Daten vorlagen und aus ihm auf die Schnelle nichts zu extrahieren waren? Ist das überhaupt noch Atlan, der da Gucky zu befreien vorgibt und jetzt im demoralisierten Zorn unberechenbar werden könnte? Verdächtig, dass die just erst entdeckte wrackhafte RAS TSCHUBAI-Attrappe so einfach zerstört worden sein soll. Verdächtig auch: »Gerne hätte sich Lionel Obioma ein grobes Bild von den Wiederinstandsetzungstätigkeiten verschafft, die zweifellos gerade in vielen Sektoren des Riesenschiffs vor sich gingen. Aber wie sich bald herausstellen sollte, blieb dafür keine Zeit.« (Kap. 3) Weil es keinen so glorreichen Kampf gegeben hat?

Fazit zu Der Ilt muss sterben!

Ein Roman mit Ausrufezeichen! Obwohl oder weil er in der Titelvorschau seit Wochen orakelt, schlug er ein wie eine Bombe. Therapiesitzungen zur Beruhigung und mindestens eine einberufene SoGe Gucky (Sondergesprächsrunde) waren von Nöten!

Es war uns klar, dass dieser Roman für Diskussionen sorgen wird. Leo Lukas verfasste eine spannende Geschichte, in der er bislang unbekannte Aliens auftauchen ließ und einen ungewöhnlichen Schauplatz vorstellte. Ich fürchte, dass diese gelungenen Sequenzen und seine insgesamt rasante Geschichte hinter der Gucky-Diskussion ein wenig verschwinden werden. Das fände ich schade.

So KNF in seinem Blog. Seine Furcht ist bei mir wahr geworden: Angesichts des Angedrohten war mir der Rest nicht nur „ein wenig“ egal und erreichte mich auch nicht, holte mich nicht ab. Irgendwas wie bei Romeo und Julia in der NEBEN-Handlung um Fligglirt und Muff auf der Ausweglosen Straße. Diese führte für mich aber ausweglos zu nichts als in eine Sackgasse und war wahrlich reiner Irrsal. Kurz angenommen, Muff mutierte vom Latrinenputzer zum strahlenden Helden und wirft sich in die Schussbahn – nein, alles bleibt tragisch! Wie schon in 3047 Der Sextadim-Spahn schlägt Leo Lukas im Lichte dieses „kosmischen Ereignisses“ bewusste ironische Töne an, was für mich erneut völlig fehlgeht – tut mir leid. Vielmehr hat das nur verdeutlicht, dass es so ernst um Gucky nicht bestellt sein kann und es außenhändischer Lug und Trug sein muss! Ein So-Tun-Als-Ob, das von Michael Marcus Thurner kommende Woche tränendrüsenreich weiter inszeniert werde.

Diese inszenierte Farce scheint aber vielfach nicht durchschaut oder als solche auch nur erahnt worden zu sein. Obwohl man den erwarteten Empörungstsunami aushalten wollte – “Das stehe man durch“, hat noch übers Wochenende Wim Vandemaan, seines Zeichens Expokrat, direkt auf forale Vorwürfe reagiert. Er stellte die „Gegenfrage“, wer die Macht zu dieser Inszenierung hatte und wozu eine solche denn dienlich sein könnte. Sodann gab er noch zwei konzeptionelle Fehler zu, wovon m.E. einer keiner ist und er sich diesen Hut im aufgezogenen Sturm fälschlich aufgesetzt hat. Wer den Roman nicht verschnarcht oder mit Maximalpuls überlesen hat, findet alle Zeitangaben v.a. in Bendissons Rapport (Kap. 1), um eine volle verstrichene Woche seit den Ereignissen in Xirashos Tiefen zu erkennen, von der wir nur sehr vage am Rande nebenbei etwas mitbekommen. Sprich: Eine Woche eines überrandvollen Narrationslochs, in dem alles passiert sein könnte oder das genaue Gegenteil!

»Ich bin sicher, dass der Roman nachwirken wird. Und dass ihn mancher Leser in diesem Jahr ein zweites Mal zur Hand nehmen wird …« Warums sollte man das denn? Aus einem Splatterfetisch heraus, es sich noch mal geben? Wohl kaum! Vielmehr weil uns noch dieses Jahr, innerhalb von noch gut 22 Wochen also, ein weiteres, entscheidendes Puzzlestein hingeworfen wird, das uns das cairanische Mosaik besser erkennen lässt. Ein Mosaik, in dem Gucky – sei es als ZAC-Träger oder/und Multimutant – einen prominenten Platz einnimmt.

Ich bin haluterfest davon überzeugt, dass das Volk der Ilts vom Planet der sterbenden Sonne hier und heute nicht ausstarb und wir Gucky nicht nach 3054 Romanen der Erstauflage verloren haben und kommende Woche tatsächlich beerdigen müssen! Noch ein Indiz, das nicht aus bisheriger Handlung hervorgeht, vielmehr aus der ab Band 3100: Auf die blickt Wim Vandemaan nämlich orakelhaft bereits voraus und wirft uns ein paar Begriffsknochen vor die gierigen Mäuler (SPOILERGEFAHR), von denen einige ausschließlich für unseren Gucky wirklich interessant und wichtig wären. Hierfür jedoch: Der Ilt muss leben!

warpSHOP

Lust, unser Team zu unterstützen? Dann schaut doch mal auf unsere MITMACHEN Seite.

Dominic Schnettler

Dominic Schnettler

Dominic ist Jahrgang 1985 und unterstützt unser Perry Rhodan Team mit Rezensionen zur aktuellen Perry Rhodan-Erstauflage. Darüber hinaus sucht er die Antwort nach allem, dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest, grokt bisher aber nichts. Liest dafür aber stetig neuentdeckte SF-Klassiker und ist in den unendlichen Weiten ganz zufrieden

4 Gedanken zu „[Perry Rhodan 3072] Der Ilt muss sterben!

  • 15. Juli 2020 um 17:19
    Permalink

    Hi, ja mir ging es genauso. Für den Abgang einer der ganz großen Figuren, wäre das ein grottenschlechter Roman gewesen, mit einem Gucky der gerade am Schluss mal in ein paar Zeilen vorkommt. Da es aber offenbar nur ein Fake-Tod war, ist die Art der Vortäuschung umgekehrt eine Beleidigung der Intelligenz der Leser. Gerade wollte ich einen lobenden Leserbrief in Sachen Redaktion und Autorenschaft schreiben und dann kommen 3072 und 3073 daher (auch hier wieder eine umständliche Handlung, mit schnellem Begräbnis in ein paar Zeilen). Derzeit ist die EXPO – von der ich im übrigen sehr viel halte – wohl ein bisschen aus dem Tritt geraten.

    Gruß
    Laudacher Marco

  • 15. Juli 2020 um 20:35
    Permalink

    Tach Marco
    und Danke für deine ergänzenden Gedanken!
    Zu 3073 geht meine Rezension am Samstag (18.07.) online. Da entdecke ich schon viel Gutes, finde – wie du sagst – „Guckys Ende“ aber nicht allzu rührselig oder ausgiebig genug für DIESEN Anlass geschildert – wenn es denn das einzig wahre finale Ende wäre.

    Zur Expokratie: finde sie grundsätzlich sehr gut und begleite fasziniert, wohin der Weg führen mag. Mit all den vielbödigen Hintertrieben der Cairaner quer durch mehrere Galaxien und universale Zweige und nun noch mit Guckys inszeniertem Tod hat man sich auf eine Gratwanderung begeben, die gewagt ist.
    Offensichtlich wurden die ach so gut gestreuten Hinweise auf den tödlichen Lug und Trug bei weitem nicht von allen erkannt. Viele waren wohl echt schwerstens empört und entsetzt. Daher zu hoffen, dass die dem Zyklus (UND der Serie) nicht den Rücken kehren. Das WÄREN dann m.E. unnötige Verluste ohne wirklichen Gewinn. Denn so wenig diese es durchschaut haben, so sehr haben du und ich (und sicher weitere wie Kollege Mario) es so nie geglaubt und die Zeichen der Zeit erkannt. Das aber, ohne zu sehr mitgerissen worden zu sein durch diese (Ablenkungs?)Manöver.
    Die große Gretchenfrage wird sein, wann Gucky wie/in welchem Zustand zurückkehrt und wie gut begründet das Schauspiel werden kann. Sprich: WOZU das alles!?! Warum nicht einfach nett nachfragen, ob man für 60h mal die ZACS ausgeliehen bekommt, so wie Perry, Gucky (und doch auch Atlan?) ihren zeitweise sogar freimütig haben rausoperieren lassen für gute Zwecke.
    So zerrissen, psychisch labil und irrwegig verzweifelt man (für mich) die Cairaner auch schildert, hat man hoffentlich alle Fäden in den Außenhänden beisammen, um sie großteils in 3099 wieder zusammen zu führen.
    Bei all den Schauplätzen und gepokerten Spielzügen kann nämlich unguterweise ein unschönes Knäuel bei rumkommen, bei dem die Übersicht zu behalten schwer werden könnte.
    In einem PROC-Interview hatte Monti aber sinngemäß mal gesagt, wie begeistert und fasziniert er gerade von der Dyoversums-aufslösung ist. Das scheint man also schon gut durchdacht zu haben, wohin dieser „zweite Zweig“ noch führt.
    Aber transuniversal sind auch gleich mehrere Bälle im Hyperraum mit dem Totum, m.E: auch den Saphir-Heptagonen, dem Dyoversum und der Zerozone und der SI (Name nicht parat), die mit ihren Machtmitteln überhaupt erst die Passage durch die Zerozone möglich gemacht hat. Und dann noch Zerozonenkind Iwa/n, dort hausende Vorgänger der Thesanit, die ohnehin noch am allermysteriösten geblieben sind…
    Und für all das nur noch 26 Hefte….

  • 16. Juli 2020 um 20:36
    Permalink

    BLUT UND VERDAMMTE ASCHE!
    Seng mich!
    Ich dreimal ins Schwarze Loch gestürzter Idiot!
    Da lamentiere ich herum, dass und wie merkwürdig doch all das rund um Gucky sei, rätsele über Gründe und erkläre die Cairaner für schizophrene Irre, die das eine behaupten und das andere machen und umgekehrt.
    Dabei ist es doch so offensichtlich und alles derart planvoll, dass es erschütternd ist!

    Die Cairaner brauchen Gucky dringend – mindestens so sehr wie Atlan!
    Warum?
    – Weil er SCHMERZENSTELEPORTER IST!
    – Weil er damit noch so unbewusst Zutritt/Zugang zur ZEROZONE erhält!
    – Weil die Cairaner sicher wissen oder dringend darauf hoffen, dass Gucky dort mehr als nur eine Teleportpassage bahnen kann, sondern in der Zerozone so viel vermag wie Zerozonenkind Iwán/Iwa!
    – Diese/r war notwendigste Grundvoraussetzung, um erst Rhodan, dann die TESS QUMISHA dorthin vordringen zu lassen (Permit) und die Zerozone durch es als Navigator überhaupt sicher passieren zu können: Nr. 3049 In der Zerozone
    https://www.warp-core.de/in-der-zerozone_pr3049/
    – Und über die Teleportpassage hinaus kann Iwán/iwa Leute dort zurücklassen/stationieren und sie anschließend wieder gezielt finden; ohne Ballast sogar schneller (als bis dahin standardmäßige 2h9m) die Zerozone passieren: 3053 Mars
    https://www.warp-core.de/mars_pr3053/
    – Wenn all das Gucky schon könnte (nur noch nicht weiß) oder antrainiert bekommen kann (experimentell und zwangsweise durch die Cairaner), dann ist Gucky das Permit zur Zerozone UND DARÜBER HINAUS INS DYOVERSUM für die Cairaner!
    – DANN IST GUCKY DER SCHLÜSSEL FÜRS TRAJEKT!

    DER Schlüsselroman für alles ist 30zweiundvierzig: Gucky und der Sternenkonsul
    https://www.warp-core.de/gucky-und-der-sternenkonsul_pr3042/
    Zitat von mir von dort: „Und zu allem Übel muss Gucky in „Gucky und der Sternenkonsul“ gleich zwei Tests durchlaufen und bestehen: von Seiten der Liga freier Galaktiker, die ihn als „unbekannte Größe“ wie ein „Versuchskaninchen“ beäugen, mit ihm offizielle Protokolle durchgehen und fürchten, er könnte sich den Cairanern ausliefern; seitens des Sternenkonsuls, der ihn seiner Tochter aussetzt, ohne dass uns der tiefergehende Grund für diese Vorgehensweise klar wird, da sowieso nur Interesse an Atlan besteht.“
    FALSCH!
    Es bestand DORT gar kein Interesse an Atlan, sondern nur und ausschließlich an Gucky!
    Gucky war, wen die Cairaner „auf Herz und Nieren“ =seine Psigaben) testenw ollten
    – Die Schmerzensteleportation nächtens durch Neseese ausgelöst, war alles nur kein Versehen, sondern der gezielte Versuch, ob die – ggf. grobschlächtigen – Informationen hierzu stimmen und Gucky wirklich eine ausführen kann (auf Fremdbestimmung hin);
    – Evtl. echt, dass Neseese sich als missbrauchte Züchtung empfunden hat; ichv ermute jedoch vielmehr, dass die weiteren Paradoxteleportationen (suizidal in den Weltraum sowie dann zwei zu ihrer Rettung) auch zur Testung gehörten, wie gut unter Druck, mit Passagier er es durchführen kann. Alles provoziert durch ihr Familientheater, das den – zuvor extra getriggerten und wehmütig gestimmten – Mausbiber förmlich in die Zerozone riss, um zu helfen.
    – Wichtig auch, dass Neseese so zumindest einmal selber die Erfahrung machen konnte, wie es ist mit zu wehgehen. So vage bis ungenau die behaltenen Eindrücke sein mögen, sollten diese reichen für eine finale Bestätigung.
    – Das Bitterste: Guckys so warmherzige Hoffnungen auf ein neues Mutantenkorps MIT Neseese – ich fürchte, das durchlebt er jetzt zwangsweise, wie sie ihn mental aufbohrt und wie bei der nächtlichen Teleportation zwangsweise in die Zerozone eintauchen lässt. Nicht er konnte das neue Korps starten mit ihm als Chef, sondern sie ist seine Chefin im Zwei-Wesen-Unternehmen.
    – Dass Gucky sich dann aber doch so sehr für seine Tochter einsetzte, sie vor dem (ggf. doch gesuchten) Tod rettete und „IHREM ZWECK“ wieder zuführte, hat Vater Gaazkin dann ZU rührselig gemacht. Nicht nur, dass er Infos ausplauderte, nein, VIEL schlimmer: er ließ Gucky ziehen!
    – Dank Neseese hatten sie alle notwendigen Infos zum Ilt, wussten, was er konnte und wie passend er war, hätten ihn nur noch ergreifen müssen.
    – Weil Gaazkin das nicht tat, wurde er sofortig abkommandiert – nicht wegen der paar vagen Infobröckchen, dass Atlan ach so wichtig sei. Das war kein Geheimnisverrat. Verrat am Volk war die Inkonsequenz, aus Emotionen heraus Gucky nicht festzusetzen und fürs Trajekt dingfest zu machen!

    DAS SCHLIMME: Gucky ist auf eigenen Einfall, auf eigene Initiative (3025 ICH ERINNERE MICH) dorthin, zu den Cairanern, um als Überallzugleichtöter mal so richtig Tacheles mit denen zu reden; ihnen diplomatische Angebote, die sie nicht ablehnen können, zu machen; ihnen Informationen zu entlocken. V.a. Letzteres schien ja für ihn (UND FÜR UNS / mindestens für mich) auch geglückt und gelungen: Hinweise aufs Trajekt, insb. das Supramentum und die Rolle Atlans und seiner Ritteraura. Davon ahnten wir zuvor schon, bekamen wir nun aus berufenem (=cairanischen Sternenkonsul)Mund aber bestätigt und schien gleisförmig in die Anschlussromane rund um Das Supramentum (3043 & 3044) zu münden. Das Supramentum, das – ganz klar – ohne Atlan(s Ritteraura) ja auch als Prototyp kläglich scheitern musste. Wie auch anders?
    WEIL ES AN PERMIT UND NAVIGATOR GUCKY MANGELTE, der schmerzensteleportativ das Supramentum in die richtige, zerozonale Richtung hätte lenken/weisen/navigieren können/sollen/müssen!?!

    JA ABER die Sache mit Atlan und seiner Ritteraura!? Das war ganz sicher auch Plan A (oder auch nur A1). Vom letzten Ritter werden die Cairaner, die Hinterlassenschaften von Superintelligenzen und sonstiger Hoher Mächte ausrangiert haben, definitiv gehört haben. Hier konnten sie also sicher sein und von Anfang an gezielt darauf hinwirken, die Fangnetze auslegen, um Atlan in die Außenhände zu bekommen, damit er ihnen – wie genau auch immer – an der Bleisphäre weiterhilft. EVTL. ein Großtor in die Zerozone, wenn man es nur ritterauralich richtig bedient, um ein ganzes Volk schnelsltmöglichst hindurchschleusen zu können.
    Bei Gucky konnten sie wegen (selbstverursachter und für andere Zwecke sicher sogar dienlicher) Datensintflut nach Posizid sich zu sicher nicht sein. Die ganz genauen Fähigkeiten (teils auch erst „jüngst“ erworben) irgendso eines galaktischen Psibegabten sprechen sich bei den hohen Kreisen kosmisch agierender Müllunternehmen nicht unbedingt herum und sind beim Posizid verschütt gegangen und durch die Datensintflut zu vieldeutig geworden. Daher obige Testung, in deren Anschluss Gucky sofort zum B-, wenn nicht sogar A2-Plan wurde und (vglw. spontan) auf die Agenda kam.

    JA ABER wieso ihn dann augenscheinlich umbringen? Weil ein gefangener, in Geiselhaft befindlicher, von den Cairanern entführter Gucky von allen und allen voran von chaotarchisch gepolten Bully bis hinter die Materiesenken gesucht und verfolgt würde. Im Moment der Entführung sind die Cairaner zu Gejagten geworden. Wenn Gucky hingegen tot ist, dann mag man Rachegefühle haben (die Bull und Atlan nicht auszuleben pflegen), jedoch wird es keine Jäger geben, die in einem fort die Cairaner hetzen und sie so beim Trajekt stören. Ein toter Gucky lässt zwangsweise mit ihm abschließen, lässt Bull trauern (statt aggressiv zu handeln). Um nun ungestört mit Gucky „experimentieren“ zu können, ihn zum objektivierten Mittel des Trajekt-Endzweckes zu machen, musste er auf der VORDERBÜHNE in den Augen der Galaxis sterben! So wie in Band 49 die Erde sterben musste, damit sich das Solare Imperium in der Ungestörtheit vor äußeren Zugriffen überhaupt entwickeln konnte.

    JA ABER Atlan ist doch auch nicht lupenrein! Ja! Und gleich ob er durch einen (NICHT relativunsterblichen) Klon ersetzt ODER mit einem manipulierenden Organoid upgedatet wurde, es ist für die Cairaner planwichtigst, dass er mit seiner Autorität unzweifelhaft BEZEUGT und BESTÄTIGT, dass Gucky grausam entführt und grausam hingerichtet wurde und jetzt sein Leichnam würdevoll den letzten Geleit erfahren hat. Der letzte Ritter steht für die Glaubwürdigkeit all dessen kraft seines Namens und seines Ranges. Gerade angesichts all der datensintflutigen ungewissen Mythen und all des zersplitterten Halbwissens MUSSTE man unbesteitbare Gewissheiten ERZEUGEN, die verlässlich sind. Und niemand ist gewichtigerer Kronzeuge als ein jahrzehntausende alter arkonidischer Ritter der Tiefe MIT UNBESTECHLICHEN SEXTRASINN UND FOTOGRAFISCHEM GEDÄCHTNIS!

    Und dass KNF meint
    http://perry-rhodan.blogspot.com/2020/07/der-ilt-muss-sterben.html
    , noch dieses Jahr hole man den Roman erneut hervor, deute ich nun so: man holt ihn hervor, um nachzulesen, auf welche Weise man genarrt worden ist. Denn noch dieses Jahr, in den 3090ern, wird Gucky rematerialisieren in „Rücksturz aus der Zerozone“, wo er im Dyoversum herauspurzelt in Perrys Arme, mit dem er dann glücklich zurück in den Ersten Zweig kehrt. Am Ende also doch wieder RETTER DES UNIVERSUMS!
    LelUs Orakelspruch
    https://www.proc.org/acht-fragen-an-leo-lukas-zu-seinem-band-3072/
    , ob die Leser Gucky überhaupt zurückhaben wollen, deute ich wiederum so: im Zuge all der cairanischen Zerozonen(durchquerungs)experimente an&mit Gucky wird dieser derart erschöpft und zerrüttet (evtl. auch missbraucht) sein, dass wir ihn (zeitweise?) kaum wiedererkennen werden, dass er evtl. noch viel mitgenommener als nach seinem Repulsor-Koma am Anfang des Tribunal-Zyklus sein wird. Unlustig, missmutig, pessimistisch, depressiv, (möhren)saft- und kraftlos Oo Kurzum: ein ausgelaugtes Wrack…

    Assoziationskette zu alledem übrigens durch DAS RAD DER ZEIT – Band5 Der wiedergeborene Drache
    http://www.radderzeit.de/main/home.php?action=book_d05plot
    Genauer, als Egwene erstmals nach Tel’Aran’Rhiod, die unsichtbare Welt/die Welt der Träume gelangt
    http://www.radderzeit.de/main/home.php?action=glossary&section=view&node_id=209
    Assoziation Tel’Aran’Rhiod =Zerozone, die sinngemäß doch auch nur eine „Welt aus Gedanken“ sei
    Und ihr Traum-Ter’Angreal als Hilfsmittel führte mich assoziativ zur Schmerzensteleportation =Iwán/Iwa =GUCKY! O_o

  • 25. Juli 2020 um 15:55
    Permalink

    Unangenehm es mir ist, aber bloß 3Wochen verspätet kam mir noch was hoch, das mir entsonnen war. Immer diese verfluchten Verfügbarkeitsfehler, deretwegen man Bestimmtes nicht im Sinn hat…
    Ergänzend zu meinem „Rant“, wenn er denn einer ist:
    JA ABER….Guckys Tod war doch mit dem Aufleuchten einer Spiralgalaxis untrüglich und unwiderruflich für alle unübersehbar offensichtlich gekennzeichnet – was gibt es daran noch zu rütteln?
    Dass es null und nichtig ein untrügliches Zeichen ist, sondern genauso gefälscht werden kann. Erst jetzt kam mir die Erinnerung hoch, dass – wenn es IHNEN IN DEN KRAM PASST – auch UNSERE Relativunsterblichen ihren Tod vortäuschen! So nach dem ersten Drittel im Neuroversum-Zyklus, wo Bull gestorben zu sein schien inmitten seismischer Katastrophen auf Erden
    Der tellurische Krieg (2633)
    https://www.perrypedia.de/wiki/Der_tellurische_Krieg
    Terras neue Herren (2634)
    https://www.perrypedia.de/wiki/Terras_neue_Herren

    Hindsight Bias (im Nachhinein ist man immer klüger): aber das vielfache Urvertrauen, spätestens die Spiralgalaxis sei Guckys Totenurkunde – nö! Wenn die schon die Terraner fälschen können, glaubwürdig genug, dann erst recht (zwiebelschalig) höherstehende Cairaner der Superzivilisation Vecuia.
    Inzwischen sind die Wogen zwar geglättet und im PROC-Interview zu 3074 hat’s Uwe Anton direkter denn je jemand zugegeben, dass man sich die Trademarke Gucky nicht zerschießt (Oo TOLLER Grund … ). Wollte dieses Mosaiksteinchen dennoch hinzufügen, dass man seit eh und je mit uns übel mitspielt und uns – zu leicht! O_o – zum Narren halten kann;-) PROST!

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: